Hohe Wand: Mautstraße vor Sperre. Straßenmeisterei zählt Autos, um die Grenze der Kapazität festzulegen. Gemeinden und BH arbeiten an Lösung.

Von Doris Damböck. Erstellt am 03. Februar 2021 (05:55)
Bilder wie dieses vom Stau vor der Mautstelle gab es in den vergangenen Monaten oft zu sehen.
NÖN

Auf Initiative der beiden Bürgermeister der Gemeinden Hohe Wand und Muggendorf fand eine Verkehrsverhandlung in großem Ausmaß statt. Auslöser dafür sind die seit Wochen überlasteten Ausflugsziele durch die Besuchermassen. Wie ÖVP-Bürgermeister Josef Laferl bereits öfters betont hatte, sei eine rasche Lösung zur Deeskalation gesucht. Mit der Verkehrsverhandlung wurde ein erster Schritt in diese Richtung gesetzt.

Dazu fanden sich Bezirkshauptmann Markus Sauer, der Bezirkskommandant der Polizei, Straßenbauabteilung, Straßenmeisterei, Ausflugszielbetreiber und die örtlichen Feuerwehren ein. „Das war definitiv eine Runde von Entscheidungsträgern, die schnell eine Lösung findet“, so Ortschef Laferl. Um gute und rasche Ergebnisse zu erzielen, sei es wichtig die Zusammenarbeit untereinander zu verbessern, denn die Gemeinde selbst habe leider keinerlei Befugnisse. „Wir als Gemeinde können nur koordinierend unterstützen.“

Erste Ergebnisse der Verhandlung: Es soll ein Stufenplan erarbeitet werden, der die derzeitige Situation entschärft und in weiterer Folge ein langfristiges Tourismuskonzept für die gesamte Region vorsieht.

Das neue System sieht eine Fahrzeugzählung durch die Straßenmeisterei vor, die bereits am Wochenende ausprobiert wurde. Bei 450 Fahrzeugen wird die Feuerwehr voralarmiert, ab 500 Fahrzeugen erfolgt eine Blockabfertigung oder Sperre. Am Sonntag wurde die Hohe-Wand-Bergstraße ab 14.30 Uhr gesperrt. Die Besucher wurden anschließend mit Durchsagen auf Ö3 und einer Tafel in Winzendorf informiert. In Zusammenarbeit mit der Asfinag wird versucht, ein Informationssystem zu etablieren, um die Besucher bei den Autobahnabfahrten über eine drohende Auslastung zu informieren. „Solange der Lockdown dauert wird es aber schwierig sein. Wir können nur schauen, dass weniger Besucher kommen und alles geregelter abläuft“, erklärt Laferl.

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