Verladebahnhof: 346 Bürger sagten „Nein“. Die Causa Verladebahnhof geht nach der Schönauer Volksbefragung zurück an den Gemeinderat. Der Sollenauer SPÖ-Bürgermeister Wöckl rät, dem Ergebnis Folge zu leisten.

Von Bettina Kreuter und Sybille Flek. Erstellt am 18. Mai 2015 (07:38)
NOEN, Baldauf/Wopfinger Transportbeton
Auf der Skizze ist der Verladebahnhof zu sehen. Die strichlierte Fläche zeigt den zu verpachtenden Weg.

Beim NÖN-Besuch in Schönau am Sonntagvormittag wirkte die Wahlbeteiligung sehr rege. Letztendlich blieb sie unter der 50-Prozent-Marke. Darüber wäre das Ergebnis einem Gemeinderatsbeschluss gleichgekommen. Voraussichtlich Anfang Juni soll nun über die Verpachtung des Weges an die Wopfinger Transportbeton im Schönauer Gemeinderat diskutiert werden. 482 Schönauer Bürger (39 Prozent der Wahlberechtigten) stimmten am Sonntag ab. 346 von ihnen sprachen sich gegen die Verpachtung aus.
 

NOEN, Baldauf/Wopfinger Transportbeton
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131 waren dafür, fünf Stimmen ungültig. „Es ist schade, dass die Wahlbeteiligung nicht die 50-Prozent-Mehrheit überschritten hat. Jetzt ist der Gemeinderat am Zug“, meint Wolfgang Moser, kaufmännischer Geschäftsführer der Wopfinger Transportbeton GmbH. Michael Putz, Sollenauer ÖVP-Gemeinderat, sieht die Beteiligung als Sensation: „Jetzt sollte sich der Gemeinderat gut überlegen, ob er zustimmt.“

Der Sollenauer SPÖ-Bürgermeister Stefan Wöckl glaubt: „Wenn ich als Gemeinde so eine Befragung initiiere, sollte ich mich an das Ergebnis halten.“ Elisabeth Gasser vom Sollenauer Bürgerforum ist positiv überrascht von der Beteiligung als auch vom Ergebnis: „Endlich ist etwas passiert.“