Stadion-Areal Wr. Neustadt: 2022 bis 2026 wird gebaut

Das neue „Viertel Grün“ soll auch einen öffentlich zugänglichen Park, zwei Spielplätze und einen Kindergarten bieten.

Erstellt am 22. September 2021 | 05:25

Streng genommen müsste das Wohnbauprojekt am ehemaligen Stadion-Areal nicht „Ein Viertel Grün“, sondern „Drei Viertel Grün“ heißen, meint ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger: Schließlich werden auf dem 50.000 Quadratmeter großen Gebiet nur rund 14.000 Quadratmeter verbaut. „Mit dem Stadion war vorher genau so viel verbaut, in der Versiegelungsbilanz des Bodens steigen wir also mit 1:1 aus“, so Schneeberger bei der Präsentation der Pläne vergangene Woche.

495 Wohnungen für rund 1.200 Bewohner errichten die Bauträger EGW, Heimat Österreich und Alpenland hier in den kommenden Jahren.

Ein Wohnviertel ohne Autoverkehr

Bei der Planung werde viel Wert auf Grünflächen, Begegnungsflächen und nachhaltige Mobilität gelegt: „Das Auto wird unterrangig betrachtet, es kann dank der kurzen Rad- und Fußwege zu Geschäften bzw. ins Stadtzentrum in der Garage bleiben“, so EGW-Geschäftsführer Fritz Kittel. E-Car-Sharing sei ebenso angedacht wie E-Bike-Sharing. Das neue Viertel selbst ist autofrei geplant.

Es handle sich um ein „sehr sensibles Gebiet“, meint Ortschef Schneeberger, „weil wir hier viele Bewohner haben, die ihr Stadtviertel mit einer Obsorge betrachten, weil sie sich hier sehr wohlfühlen“. Um die neuen Bauten gut in das Viertel einzugliedern, werde Richtung Giltschwertgasse eher niedrig und weniger dicht gebaut, Richtung Stadionstraße wird es dichter und höher – auch, um den Verkehrslärm für das neue Viertel abzumildern.

Das Viertel soll einen öffentlich zugänglichen Park erhalten, zwei Spielplätze und einige Blumenwiesen. Dazu kommt ein Kindergarten (geplante Eröffnung im September 2024), der Platz für 120 bis 150 Kinder bieten soll.

„Die vielfältigen Wohnungen zielen auf eine Vielfalt an Bewohnern und mehrere Generationen ab“, sagt Alpenland-Vorstandsmitglied Norbert Steiner. Platzmäßig reiche das Angebot von Single-Wohnungen bis zum Zuhause für Familien, „von der geförderten Mietwohnung mit oder ohne Kaufoption bis hin zu Eigentumsobjekten ist alles dabei“, sagt Otto Straka, Direktor von Heimat Österreich.

Geplanter Baubeginn ist 2022, die Fertigstellung ist für 2026 (ursprünglich 2025) avisiert.