Gemeindestreit um keimfreies Wasser. Einwohner brauchen sauberes Wasser. Bau von Entkeimungsanlage oder Anschluss an bestehende ist möglich.

Von Doris Hoefer. Erstellt am 08. Dezember 2016 (06:06)
NOEN, bilderbox.com

Im Waidmannsfelder Ortsteil Schallhof werden neun Haushalte mit Trinkwasser durch die Gemeinde Pernitz versorgt. Diese hat auch die Gebührenhoheit.

Da es in den vergangenen Monaten bereits zweimal zu Verkeimung des Trinkwassers dieser Haushalte und jener in Pernitz kam, schrieb das Land NÖ den Bau von UV-Entkeimungsanlagen vor. Laut ÖVP-Ortschef Hubert Postiasi wird eine Anlage in Pernitz im Jahr 2017 gebaut.

Wo genau diese Anlage stehen wird, dürfte noch nicht entschieden sein. Da das Wasser von Schallhof bis nach Pernitz geleitet wird, wäre es sinnvoll, eine Entkeimungsanlage bereits in Schallhof zu bauen, was Hubert Postiasi auch bestätigte. Allerdings koste laut Waidmannsfelds SPÖ-Ortschef Andreas Knabel der Bau einer Anlage in Schallhof um einiges mehr als in Pernitz. Ohnehin könnten die Schallhofer ganz einfach und umgehend in den Genuss frischen Trinkwassers kommen, indem die neun Haushalte an die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Waidmannsfeld angehängt würden.

Kostenbeteiligung gefordert

Hier hat die Waidmannsfelder Gemeindeführung bereits eine Keimentfernungsanlage gebaut. Andreas Knabel erwartet sich für das Umschließen der Haushalte allerdings eine Kostenbeteiligung von Pernitz, denn die Installierung der Schallhofer Anlage hat seiner Gemeinde bereits 40.000 Euro gekostet. Er wünscht sich von Pernitz eine Kostenbeteiligung von circa 20.000 Euro.

Hubert Postiasi sei aber nur zu einer Übernahme von 2.210 Euro bereit, für Knabel viel zu wenig. Der Punkt der Wasserversorgung Schallhof war zwar bereits ein Tagesordnungspunkt der letzten Pernitzer Gemeinderatssitzung, allerdings scheut Hubert Postiasi hier die Öffentlichkeit, denn der Tagesordnungspunkt war nicht öffentlich. Die Waidmannsfelder werden das Thema in ihrer Sitzung in dieser Woche Dienstag ebenfalls besprechen. Hier ist es ein öffentlicher Tagesordnungspunkt und Zuhörer sind laut Knabel herzlich willkommen.