Anrainer klagt über „Biberterror“. Biber wird in zwei Gärten in Ober-Piesting zur Plage. Mehrere Bäume wurden bereits angenagt beziehungsweise gefällt.

Von Lisa Stoiber. Erstellt am 30. Januar 2018 (04:35)
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Mehrere Bäume wurden bereits angefressen.

„Bereits dreimal war der Biber schon zu Besuch im Garten“, klagt Gartenbesitzer Otto Schuster. Dabei wurden die Abdeckung vom Teich zerrissen, mehrere Bäume angefressen und Äste abgeschält.

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Teilweise wurden schon Bäume vom Biber gefällt.

Bei einem Nachbarn seien sogar schon Bäume von dem Nagetier gefällt worden. Dort treibe der Biber schon das zweite Jahr sein Unwesen, sagt der Gartenbesitzer, der von „Biberterror“ spricht.

Der NÖ-Bibermanager Gerald Hölzler von der Wiener Universität für Bodenkultur erklärt: Um sich vor einem Biber-Besuch zu schützen, sei es notwendig, den Garten dichtzumachen und die Bäume mit einer ein-Meter hohen Drahthose zu umwickeln, die der Biber nicht hochheben bzw. niederreißen kann.

Diese Vorkehrungen wurden von Otto Schuster bereits getroffen. „Dies ist kostspielig und keine geeignete Dauerlösung in einem schönen Garten“, zeigt sich der Gartenbesitzer verärgert.

Trotz Schäden: Biber ist „geschützte Tierart“

Vom Bibermanagement NÖ fühle er sich zu wenig unterstützt, sagt Schuster, er warte schon seit längerem auf einen Besuch des Bibermanagers. Offenbar gäbe es momentan ein Biber-Problem in der Gegend, so Schuster.

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Im Teich fühlt sich der Biber anscheinend besonders wohl.

Der Biber ist im internationalen Recht als „geschützte Tierart“ in der Berner Konvention und in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verankert. Im Jahr 2002 wurde das Projekt „NÖ Bibermanagement“ von der Abteilung Naturschutz in Zusammenarbeit mit der BOKU (Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft) gestartet, dessen Ziel unter anderem die Entwicklung von praktischen Lösungen in Konfliktfällen ist.

Ein Antrag auf Fangen und Töten einzelner oder einer kleinen Gruppe von Tieren kann bei der NÖ Landesregierung gestellt werden.