Trotz Corona steigerte Baumit den Umsatz. Waldegger Konzern kam gut durch das Krisenjahr 2020, alle Mitarbeiter konnten gehalten werden. Ausblick für heuer ist ebenfalls positiv.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 18. Februar 2021 (04:23)
Vertriebsleiter Rudolf Ofenschiessl (li.) und Geschäftsführer Georg Bursik blicken optimistisch auf das Jahr 2021.
Baumit/APA

Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr habe man mit einem Umsatz-Minus von 15 bis 20 Prozent für das gesamte Jahr 2020 gerechnet, blickt Baumit-Geschäftsführer Georg Bursik zurück. Gekommen ist es dann anders – und zwar deutlich besser: Der Umsatz von Baumit Österreich konnte im Vergleich zu 2019 um zwei Millionen Euro (plus 0,7 Prozent) auf 262 Millionen Euro gesteigert werden.

„Der Zusammenhalt unserer Mitarbeiter und nicht zuletzt unserer Kunden und Partner sind spezielle Eigenschaften, die Baumit so krisensicher gemacht haben“, ist Bursik überzeugt. Die Kurzarbeit konnte im Vorjahr bereits nach einem Monat wieder beendet werden, der Mitarbeiterstand sei 2020 das ganze Jahr über konstant bei 680 gehalten worden: „Dass wir uns von keinem Mitarbeiter trennen mussten, freut uns besonders“, sagt Bursik: „Gerade in der schwierigen Zeit im März und April sind wirklich alle hinter uns gestanden.“ Und auch das Investitionsprogramm habe man wie geplant durchgezogen: Trotz Corona wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 18 Millionen Euro investiert.

Investition in den Steinbruch

Ein Faktor, wieso man vergleichsweise gut durch das Krisenjahr gekommen ist, sei, dass 85 Prozent der Ressourcen im Trockenproduktebereich direkt vor der „Haustüre“ verfügbar seien – etwa im Steinbruch in Dürnbach, der Haupt-Rohstoffquelle des Werkes in Wopfing.

Investiert wurde u.a. im Steinbruch selbst: „Der Brecher wurde tiefer gesetzt, das spart Diesel und CO 2 “, so Bursik.

Für das heurige Jahr sei man „prinzipiell optimistisch“, sagt Bursik: „Es gibt eine große Nachfrage nach Eigenheimen, die Leute ziehen aus der Stadt raus. Zudem gibt es einen Trend zu weniger Abriss und mehr Sanierung – und zwar nicht nur thermische Sanierung, sondern auch Putz-Sanierung.“