Schüsse auf Hund „Luki“. Angriff auf kleinen Hund, mitten im Ort, schockiert. Anzeige wurde erstattet. Betroffene raten zur Vorsicht.

Von Stefan Zehetner. Erstellt am 11. Februar 2020 (04:01)
„Luki“ am Behandlungstisch der Tierärztin, wo ihm ein Projektil entfernt wurde.
zVg

Zu einer schlimmen Tierquälerei kam es in der vergangenen Woche mitten in Schleinz. „Luki“, der Hund zweier Schwestern, die nicht namentlich genannt werden möchten, wurde mit einer Luftdruckwaffe verletzt.

„Wir wissen nicht, wann genau es geschah“, schildern die beiden, „am Dienstag bemerkten wir eine Schwellung bei Luki und dachten zunächst an nichts Böses.“ Als „Luki“ sich die Schwellung aber am nächsten Tag aufgebissen hatte und diese schlimmer wurde, beschlossen die Schwestern, ihren gemeinsamen Familienhund zur Tierärztin zu bringen.

Diese vermutete zunächst einen Hauttumor, den sie sofort entfernen wollte. Als sie aber in das Geschwür schnitt, erkannte sie sofort ein Einschussloch. „Luki“ wurde mit einer Luftdruckwaffe, die von jedem Österreicher über 18 Jahre geführt werden darf, angeschossen. In der Wunde fand sich sogar noch das Projektil. Neben dem Einschussloch fand sich ein zweites – „Luki“ dürfte von einer doppelläufigen Waffe getroffen worden sein. Das Geschoss hatte er sich selbst, durch das Aufbeißen des Geschwürs, entfernt.

Deutlich sichtbar: Das Projektil in „Lukis“ Wunde.
zVg

„Wir können es uns nicht erklären“, sagen die Schwestern, „wir wissen nicht, wer etwas gegen uns haben könnte.“ Mit allen Nachbarn verstehe man sich ausgezeichnet. Auch achte man stets darauf, dass der Hund nie alleine im Hof ist, damit sein eventuelles Bellen niemanden stört. Man erstattete Anzeige bei der Polizei.

Die beiden Betroffenen raten zur Vorsicht. Für einen Angriff dieser Art, zeigen sie kein Verständnis. „Luki“ geht es mittlerweile wieder besser.

Schleinz 27, der Ort des Geschehens. Hier, mitten im Ort, wurde „Luki“ von den Schüssen getroffen.
Zehetner