Sieg für Mega-Kürbis. Nach Siegen bei der Staatsmeisterschaft sprach Bernd Rodler mit der NÖN über sein zeitintensives Hobby.

Erstellt am 17. Oktober 2018 (05:20)
Schmidt
Beatrice Kohl und Berd Rodler mit ihrem 311 Kilo-Kürbis, Platz 19 im Hauptbewerb.

Es ist ein 40-Stunden-Hobby, in dem viel Herzblut steckt: Bernd Rodler züchtet Riesenkürbisse – seit 2014 auch für Bewerbe. Von April bis Oktober verlangt ihm das Hobby alles ab, täglich werden die Kürbisse gepflegt und gegossen – rund 200 Liter pro Tag und Kürbis. Dann wächst das Gemüse auch 15 bis 20 Zentimeter an den besten Tagen. Insgesamt darf ein Riesenkürbis 100 Tage an der Staude bleiben, kurz vor dem Bewerb wird geerntet.

Bis es so weit ist, muss aber alles passen. Angefangen beim Saatgut, das Bernd Rodler aus speziellen Samen-Datenbanken, zum Beispiel aus Deutschland, bezieht. Nur die stärksten Pflanzen werden schließlich ausgesetzt. Übrigens: Kürbis-Besitzer ist, wer ihn pflanzt – unabhängig davon, wer ihn dann pflegt, schmunzelt Rodler. Ein Kürbis braucht etwa 70 Quadratmeter Platz, um sich vollständig entfalten zu können.

Kürbisse mit einer Säge aufgeschnitten

Daher schafften es letztlich auch nur vier von sechs Riesenkürbissen zur Staatsmeisterschaft in Tulln. Außerdem wurden auch Feldkürbisse mitgenommen – denn: angefangen hat alles, als Bernd Rodler ein kleiner Junge war. Damals hat er mit seiner Großmutter Feldkürbisse gesät. „Einmal hatten wir einen 26 Kilo schweren“, erinnert sich Rodler. Er wollte seiner Großmutter beweisen, dass er noch größere Kürbisse züchten kann. „Der erste hat dann 88 Kilo gehabt“, blickt Rodler zurück.

In Bezug auf die Zucht meint er: „Da lernt man jedes Jahr etwas dazu.“ Vor allem am Anfang habe er immer wieder Ausfälle gehabt. „Das ist eine eigene Wissenschaft“, schmunzelt Rodler, der eigentlich als Bäcker tätig ist.

Heuer gelang erstmals ein großer Erfolg. Zwei Siege und zwei Top-25-Platzierungen (die NÖN berichtete) machen ihn sehr zufrieden. Jetzt werden die Kürbisse mit einer Säge aufgeschnitten. Ein Teil wird verteilt, ein Teil als Dünger wieder auf die Felder aufgebracht. Verzehren kann man die Kürbisse nämlich nicht. „Die schmecken nicht einmal den Hühnern“, muss Rodler lachen.