Werner Schulze: Auftritt und Abtritt. Theater / Werner Schulze war jüngst an Carl Djerassis Stück „Ego“ als Komponist beteiligt.

Erstellt am 22. April 2014 (15:31)
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Carl Djerassi (links) und Werner Schulze (rechts) bei der Aufführung von "Ego" am Max Reinhardt Seminar. Foto: Gottfried Sengstschmid
Der Wiener Neustädter Komponist, Wissenschafter und Professor für Harmonik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien war jüngst wieder an der Produktion eines Theaterstücks von Carl Djerassi beteiligt. Von diesem weltberühmten Chemiker (Erfinder der „Pille“) und Schriftsteller wurde bereits 2005 das von Schulze als Kammeroper vertonte Stück „Kalkül“ an der Oper Zürich uraufgeführt (die NÖN berichtete).

Vor kurzem nun fand am Wiener Max Reinhardt Seminar die Uraufführung von „Ego“ mit Schulzes „Musik für Streichquartett“ in Anwesenheit des Autors und des Komponisten großen Anklang.

Diese enge Zusammenarbeit ermöglichte auch einen vor einigen Jahren stattgefundenen Vortrag Djerassis am BG Babenbergerring, zu welchem Schulze seit seiner Schulzeit eine enge Verbindung pflegt, speziell zur humanistischen Schulform.

"Harmonik auf Reisen" als Schulzes "Abtrittsvorlesung"

So beteiligte sich der schuleigene Griechisch-Chor 2003-08 maßgeblich an der großen Antiken-Tetralogie (Sokrates, Anchibasié, Oidipus crossover, Melea), zu der Schulze generell die Musik und großteils das Konzept erstellt hatte.

Werner Schulze wird nun mit seiner „Abtrittsvorlesung“, wie er sie nennt, unter dem Titel „Harmonik auf Reisen“ am 13. Juni, 18.30 Uhr, zwar die 40-jährige akademische Laufbahn beenden, gewiss aber nicht die geisteswissenschaftlichen Aktivitäten im In- und Ausland.