100er-Begrenzung auf der Autobahn für gute Luft?. Im heurigen Jahr gab es bereits 16 Überschreitungen des Grenzwertes – Grüne und Rote fordern daher Tempo 100 auf der A2.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 31. Oktober 2017 (05:40)
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16 Mal schon wurde in diesem Jahr der Feinstaub-Grenzwert in der Stadt überschritten. In den Jahren 2015 und 2016 hatte es nur jeweils fünf Überschreitungen gegeben. Alle Überschreitungen wurden im Jänner und Februar gemessen. Hauptverursacher von Feinstaub sind Industrie, Verkehr – und der Hausbrand (alte Kohle- und Holzöfen).

„Die Feinstaub-Belastung war in der Stadt immer schon ein Problem“, sagt Umweltstadtrat Horst Karas (SPÖ), „natürlich ist darauf zu achten, dass die Betriebe ihre Normen erfüllen. Soweit ich weiß, ist das überall der Fall.“ Beim Verkehr würde Karas die Förderung von Elektro-Fahrzeugen befürworten: „Hier hinken wir hinterher.“ Grünen-Chefin Tanja Windbüchler-Souschill: „Unzählige Studien weisen auf die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit hin.

Darauf muss endlich reagiert werden.“ Sie fordert etwa Gratis-Öffis an Tagen, an denen der Grenzwert überschritten wird, Tempo 100 auf der A2 – und eine Informationsoffensive für richtiges Heizen. Den „Feinstaub-100er“ kann sich auch Karas, etwa zwischen Neustadt undWöllersorf vorstellen. Im Büro von Bürgermeister Klaus Schneeberger heißt es, man werde die Staub-Jahresbilanz abwarten, „Vergleiche zu anderen Städten unserer Größenordnung ziehen und darauf aufbauend Maßnahmen ableiten“.

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