13 Coronavirus-Fälle in der Stadt, fünf im Bezirk. Bislang nur gebremste Ausbreitung. Bei den positiv getesteten Personen handelt es sich größtenteils um Reise-Rückkehrer.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 23. März 2020 (15:56)
Steigerung im 24-Stunden-Vergleich von 19,33 Prozent
APA/dpa

Die Zahl der bestätigten positiven Corona-Fälle in Stadt und Bezirk steigt, doch sie steigt nur sehr langsam: Nachdem am Dienstag vergangener Woche der allererste Fall in Wiener Neustadt bekannt geworden war, wurden bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe am späten Montagnachmittag laut Informationen des Gesundheitsministerium insgesamt 13 Fälle aus der Stadt gemeldet.

Darunter befinden sich, wie gegenüber der NÖN aus dem Rathaus bestätigt wurde, zwei Brüder des „Neustädter Patienten Nr. 1“, eines Saisoniers, der nach der Rückkehr von seiner Winter-Arbeitsstätte in Zell am See positiv getestet wurde.

Bei den übrigen Fällen handelt es sich hauptsächlich um Reiserückkehrer, die den Virus aus stärker betroffenen Gebieten mit nach Hause gebracht haben: Unter anderem wurde ein Mann nach der Rückkehr vom Skifahren in Gröden positiv getestet, zudem ein Mann, der aus New York City zurückkam.

Im Bezirk wurden bislang fünf positiv getestete Patienten gemeldet. Details waren dazu vorerst nicht bekannt. Laut Informationen der NÖN gibt es in Lichtenwörth und Bromberg jeweils mindestens einen Fall.

Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden werden über die positiven Fälle zwar grundsätzlich informiert, aus Datenschutzgründen werden ihnen von der Bezirkshauptmannschaft jedoch keine Namen genannt.

Getestet wurde – zumindest bis Anfang dieser Woche – übrigens nach strengen Vorgaben: Zum einen mussten Personen Symptome, die auf eine Infizierung mit dem Coronavirus hindeuteten, aufweisen. Zum anderen musste ein Kontakt mit einer positiv getesteten Person oder ein Aufenthalt in einem besonders stark betroffenen Gebiet gegeben sein. Nur wenn beide Bedingungen erfüllt waren, heißt es aus dem Rathaus, wurde ein Test durchgeführt.

Aktuelle Umfrage

  • Corona: Soll mehr getestet werden?