Abriegelung: SPÖ und FPÖ sprechen sich dagegen aus. SPÖ-Bezirkschef Reinhard Hundsmüller und Landtagsabgeordneter Alfredo Rosenmaier halten Abriegelung der Stadt für nicht durchführbar. FPÖ-Stadtrat Michael Schnedlitz ebenfalls gegen Abriegelung.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 05. März 2021 (12:26)
Reinhard Hundsmüller und Alfredo Rosenmaier
Gegen Abriegelung: Reinhard Hundsmüller und Alfredo Rosemaier.
Mathias Schranz

Wie ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger und SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger stellen sich jetzt auch Reinhard Hundsmüller, Bezirkschef und NÖ-Klubobmann der SPÖ, sowie Landtagsabgeordneter Alfredo Rosemaier gegen eine mögliche Abriegelung von Wiener Neustadt. "Die Kollateralschäden für die Stadt wären wesentlich größer als der Nutzen", befürchtet Hundsmüller, eine Abriegelung werde Aufgrund der Pendler und der Schleichwege nicht funktionieren. Zudem würden mit Sturmgewehr bewaffnete Soldaten bei einer Kontrolle für Angst in der Bevölkerung sorgen, "das wäre ein furchtbares Bild".

Auch Alfredo Rosenmaier befürchtet im Falle einer Abriegelung von Wiener Neustadt "Chaos pur", die Stadt würde alles unternehmen, um die Corona-Infektionen in den Griff zu bekommen. 

FPÖ-Schnedlitz gegen Abriegelung

Bürgermeister-Stellvertreter Michael Schnedlitz (FPÖ) sprach sich in einer Aussendung ebenfalls gegen eine mögliche Abriegelung der Stadt aus und warf Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) vor, mit seiner Ankündigung, wonach Bezirke mit einer 7-Tages-Inzidenz über 400 pro 100.000 Einwohnern bald abgeschottet werden sollen, für Unsicherheit bei der Bevölkerung zu sorgen: "Viele Wiener Neustädter glauben, sie dürfen bereits jetzt nicht mehr ausreisen. Viele haben Fragen über Fragen. In unserer Stadt sind allein zigtausende Tagespendler betroffen. Eine Administration der angekündigten Maßnahmen wäre in Wiener Neustadt wahrscheinlich in der Praxis unmöglich."