Ärger über Baumschnitt. Entlang der Gleise auf der Brunner Straße wurden Bäume und Sträucher entfernt, zum Ärger einiger Bürger. ÖBB verweist auf Gefahren, etwa bei Sturm.

Von Mathias Schranz und Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 18. Februar 2020 (03:04)

Die Baumschneidearbeiten zwischen Neustadt und Fischau blieben nicht unbemerkt. „Ich weine innerlich“, meinte etwa eine Fischauerin bei einem Anruf in der NÖN-Redaktion. „Im Frühling und Sommer hat hier alles geblüht – damit ist es jetzt vorbei“, ärgert sie sich. Die NÖN fragte bei den ÖBB nach. Dort heißt es, dass die ÖBB per Gesetz verpflichtet seien, die Strecken vor Gefahren zu schützen.

„Hierzu ist es erforderlich, in regelmäßigen Abständen einen Rückschnitt, vor allem von raschwüchsigen Gehölzen im Gefährdungsbereich der Bahn, durchzuführen“, sagt ÖBB-Presesprecher Christopher Seif. „Die Bäume im betroffenen Abschnitt hatten bereits eine Höhe erreicht, bei der im Falle einer Entwurzelung die Gefahr bestanden hätte, dass diese auf die Gleise oder auf die Straße stürzen und letztendlich auch Menschen zu Schaden kommen könnten. Somit war der Grünschnitt aus sicherheitstechnischer Sicht nötig. Im angesprochenen Bereich werden außerdem neue Kabel verlegt, wodurch auch der Abschnitt der Sträucher nötig wurde.“