Auszeichnung für den Forschungsnachwuchs an FH und HTL. Zum vierten Mal wurde am Technopol Wiener Neustadt der Innovation Award vergeben. Die Siegerprojekte beschäftigen sich mit COVID-Schutzmaßnahmen, einer verbesserten Versorgung chronischer Wunden sowie Indoor-Drohnen. Weiters gab es für zwei Robotik-Projekte jeweils einen Sonderpreis

Von Red. Wr. Neustadt. Erstellt am 19. Februar 2021 (11:52)
ecoplus Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Klaus Schneeberger, Preisträger Michele Schirru, Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger
NLK Burchhart

Der Innovation Award, eine gemeinsame Initiative von ecoplus, tecnet equity und dem accent Gründerservice, konnte heuer eine besonders große Beteiligung verzeichnen. Aus 14 Einreichungen wählte die Jury fünf Siegerprojekte, wobei sowohl der Projektinhalt als auch die Strategien zur wirtschaftlichen Umsetzung bewertet wurden.

Als Siegerprojekt wurde ein völlig neuartiges COVID-Schutzsystem von Michele Schirru und Serhiy Budnyk vom Kompetenzzentrum für Tribologie AC2T research GmbH aufgezeichnet. Im Projekt wurde ein Verbund aus Atemmaske und einem Lautsprecher entwickelt. Die vom Lautsprecher ausgesendeten Ultraschallwellen vertreiben Luftteilchen, z.B. Tröpfchen mit Corona-Viren, vor der Atemmaske und erhöhen somit wesentlich die Schutzwirkung der Maske. Das Ultraschall-Schutzsystem wurde bereits zum Patent angemeldet.

Platz 2 erging an das Team Cornelia Häusler, Christop Kment, F. Fussenegger, A. Unger, Johannes Schnur, A. Hahnekamp, H. Weißenböck, alle vom Kompetenzzentrum für Medizintechnik ACMIT Gmbh für ein innovatives Robotik-System zur Verbesserung von Produkten und Verfahren in der Versorgung von chronischen Wunden. Davon sind in Österreich rund 255.000 Menschen betroffen.

Auf Rang 3 konnte sich ein Projekt von Daniel Honies und Konstantin Lampalzer platzieren, beides Schüler der HTL Wiener Neustadt, die auch seit Jahren regelmäßig die Robotik-Weltmeister stellt. Die Jury beeindruckten die beiden Schüler mit einem autonomen Drohnen-System zur effizienten Inspektion schwer zugänglicher Indoor-Bereiche. Es gibt derzeit kein ähnliches System am Markt.

Erstmals wurde heuer in Kooperation mit dem ecoplus Mechatronik-Cluster auch ein Robotik Sonderpreis vergeben, der auf zwei Einreichungen der FH Wiener Neustadt aufgeteilt wurde.

Dabei wurde Cornelia Schneider (Institut für Informatik sowie Allgemeine Gesundheits- & Krankenpflege der FH Wiener Neustadt) für das Active and Assisted Living Projekt AgeWell ausgezeichnet, in dem ein „sozialer Roboter“ als digitaler Schulungs-Coach eingesetzt wird. Generelles Ziel des Projektes ist es, bei älteren Arbeitnehmern und jüngeren Pensionisten einen gesunden Lebensstil zu fördern.

Der zweite Preisträger ist der Roboter-Butler Alfred, der FH-Studenten Saskia Willixhofer, Ladislav Zechmeister und Stefan Dimnik. Alfred ist ein multifunktionale Assistenz-Roboter, der sowohl im Gesundheits- und Pflegebereich als auch im privaten Haushalt für Routineaufgaben eingesetzt werden kann und so Personen in ihrem alltäglichen Leben unterstützt.