Betrüger ergaunerten durch Trick Geld. Paar aus Rumänien täuschte auf der B54 vor, kaum noch Benzin zu haben. Neustädter wollte helfen und wurde von den Geldwechselbetrügern um 200 Euro erleichtert.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 03. Juli 2019 (04:47)
APA (Symbolbild/dpa)
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Eigentlich war Joseph auf dem Weg nach Bad Erlach. Auf der B54, kurz nach dem Westernreitstall, bog er mit sein Auto ab. Rund 500 Meter weiter entdeckte er ein Pärchen, das mit seinem silbernen Renault am Straßenrand stand. „Ich hielt an, um mich nach der Notlage zu erkundigen“, sagt Joseph. Seine Hilfsbereitschaft wurde ihm aber zum Verhängnis: Denn das Paar war mit einer alten rumänischen Währung unterwegs. Sie wollten mit den praktisch wertlosen Scheinen Kasse machen. Der Mann und seine Frau täuschten vor, kaum noch Benzin zu haben, um in den Urlaub nach Italien zu fahren. „Das Paar wirkte sehr gepflegt und die Geschichte schien mir zuerst plausibel“, erzählt der Neustädter. Nach langer Überredung und „Psycho-Tricks“ nahm Joseph den Mann mit zum Bankomat. Die Frau fuhr mit dem Renault hinterher.

„Das kam mir schon komisch vor, dass er sofort bei mir eingestiegen ist. Aber er blieb bei der Geschichte mit dem Urlaub und erzählte mir von seinem Leben, von seiner Frau und seinen Kindern. Er wirkte sympathisch.“ Beim Geldautomaten angekommen, wechselte Jospeh einen der 1.000-Lei-Geldscheine in 200 Euro um: „Er nahm das Geld und fuhr sofort davon.“

Ein paar genaue Google-Suchen später, kam dem Neustädter dann die bittere Erkenntnis: Der alte 1000 Lei Schein ist heute kaum noch etwas wert. „Ich will vor diesen Gaunern warnen“, sagt Joseph.

Polizei warnt: Mehr Vorfälle im Sommer

Die Polizei kennt die Maschen solcher Betrüger. Auf NÖN-Anfrage wird bestätigt, dass es in letzter Zeit im Raum Wiener Neustadt/Neunkirchen öfters zu ähnlichen Vorfällen gekommen sei. Vor allem jetzt während der Reisezeit würden sich solche Betrügereien häufen. Die Polizei warnt, bei solchen „Pannen-Fällen“ vorsichtig zu sein. Die Chancen, solche Betrüger zu schnappen, stehen schlecht: „Meist sind sie über alle Berge, bis wir zum Tatort kommen.“