Wiener Neustadt

Erstellt am 12. Januar 2019, 04:24

von NÖN Redaktion

Doku: Ute Bock Superstar. Stadttheater zeigt Film über ihr Vermächtnis mit vielen Promi-Stimmen vor dem Kino-Start.

Ein Jahr nach Ute Bocks Tod gibt es einen Dokumentarfilm über ihrLeben.  |  APA/Robert Jaeger

Ute Bock starb am 19. Jänner 2018. Bis zu zehntausend Menschen fanden sich zum „Lichtermeer“ am Wiener Heldenplatz ein, um Abschied zu nehmen. Am Mittwoch, dem 16. Jänner, lädt das Stadttheater zur Galapremiere des Dokumentarfilms „Ute Bock Superstar“.

Noch vor dem offiziellen Kinostart wird der Film in Kooperation mit dem Weltladen Wiener Neustadt gezeigt. „Ute Bock Superstar“ zeigt das Vermächtnis von Ute Bock.

Familienangehörige und Mitarbeiter, Kinder und Erwachsene, Politiker und Prominente, darunter auch Alexander Van der Bellen, Rainhard Fendrich, Roland Düringer und Viktor Gernot, erzählen von Begegnungen und Erlebnissen mit ihr.

"Selbstverständliche Handlung, die für sich steht"

Der Film befasst sich auch mit ihrer Familiengeschichte, dem Vater, von dem sie sich ideologisch distanzierte, und der Mutter, die aus Deutschland kam. Ihrer Zeit als Heimmutter im Gesellenheim Zohmanngasse für Jugendliche, die als „schwierige Fälle“ galten, in den 90er-Jahren dann auch Flüchtlinge der Kriege in Jugoslawien und aus Afrika.

Daraus entwickelte sich ihr großes Hilfsprojekt, für das sie in der Öffentlichkeit wie ein Popstar gefeiert und zu einer Symbolfigur für Menschlichkeit in der Gesellschaft wurde. Ute Bock lehnte diese Rolle immer ab, sie sah die Hilfe für andere als „ganz normale, selbstverständliche Handlung, die für sich steht.“ Der Film beginnt um 19.30 Uhr. Nach der Vorstellung werden Regisseur Houchang Allahyari und Viktor Gernot für ein Publikumsgespräch anwesend sein.