Eigenproduktion: Der Kaiser auf der Neukloster-Bühne. Die Proben für das „Kaiser-Musical“ haben begonnen. Maximilian I. eilt dabei Maria von Burgund zur Hilfe.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 01. Februar 2019 (04:03)
Mathias Schranz
Klemens Patek und Lena Maria Steyer.

Nicht viele Städte können von sich behaupten, Schauplatz eines Musicals zu sein, Wiener Neustadt bald schon. Die Proben zu „Maximilian – Ein wahrer Ritter“ im Theater im Neukloster haben begonnen, die Besetzung steht.

Bezeichnend für das Maximilian-Jahr ist das Musical ein „Stück im Stück“. Der Erzählrahmen: Kaiser Maximilian I. beehrt 1519 seine Geburtsstadt Wiener Neustadt. Zu seinen Ehren haben die Bürger ein Theaterstück über sein Leben vorbereitet. Seit seiner Kindheit träumt Maximilian (Klemens Patek) davon, sich als wahrer Ritter zu beweisen. Herzogin Maria (Lena Maria Steyer) muss nach dem Tod ihres Vaters die Herrschaft von Burgund übernehmen und ist dabei dem ständigen Druck ihres Volkes und den Intrigen des französischen Königs Ludwig XI (Alex Bechtloff/Andreas Steiner) ausgesetzt und Maximilian könnte ihre Rettung sein. Das Musical von Florian (Musik/Buch) und Irene Scherz (Liedtexte) feiert am 11. Mai Premiere.

Nach Florian Scherz‘ erstem Musical „Liaison“ von 2016 wagt er sich diesmal an ein Neustadt-Thema. Die musikalische Leitung übernimmt Klemens Patek, die Choreografien sind von Sarah Chiappi.

"Die Musik ist nahezu fertig"

Um Maximilians Biografie „theatertauglich“ zu machen, galt es beim Schreiben des Musicals einen bestimmten Ansatz zu finden. „Manchmal erfordert die Dramaturgie, Ereignisse auszulassen, aufzubauschen oder zu dramatisieren“, sagt Regisseur Florian Scherz: „Bei ,Maximilian‘ war es so, dass ich die Grundsatzentscheidung treffen musste, ob ich mich auf eine interessante Episode – nämlich Burgund und seine Liebe zu Maria – konzentrieren will oder eher fragmentarisch sein ganzes Leben beleuchten möchte.“

Er entschied sich für Ersteres, da er hier die bessere Geschichte sah und beim Lesen von Maximilians Biografie das Gefühl hatte, „dass sein späteres Leben ihn dem Publikum eher entfremden würde.“ Bis zur Premiere gibt es noch allerhand zu tun, so Scherz: „Die Musik ist nahezu fertig, sodass ich mich mit dem Arrangement für unsere Band beschäftigen kann. Ansonsten ist es momentan der ganz normale Inszenierungswahnsinn: Erste Proben, schon bald Choreografie-Wochenenden, Bühnenbild-Entscheidungen, Kostüme. Es gibt eine Menge Arbeiten an allen Ecken und Enden.“