Faschingsgilden gegen Corona-Demo. Faschingsgilden wollen sich von "Faschings-Corona-Demo" nicht vereinnahmen lassen - es gäbe einen Unterschied zwischen Idiotie und Narrheit, so Faschingsgilden-Präsident Alfred Kamleitner.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 03. Februar 2021 (12:05)
Faschingsgilden-Chef Alfred Kamleitner.
Franz Baldauf

Sauer reagiert der Landesverband NÖ der Faschingsgilden auf eine für den kommenden Samstag angekündigte Corona-Demo in Wiener Neustadt. In der Innenstadt soll ein „Faschings-Demo-Umzugs-Spaziergang“ stattfinden. Alfred Kamleitner, Landespräsident und auch Gilden-Chef der Wiener Neustädter Eulen: „Was immer die Traditionen in Regionen und Gemeinden in normalen Zeiten vorgeben mögen, das Gebot der Stunde heißt, dass alle sich in der Verantwortung für die Mitmenschen an die momentan geltenden Maßnahmen und Beschränkungen halten. Wir geben zu bedenken welchen Schaden solche Veranstaltungen die Brauchtumspflege und dem Ruf von Fasching und seine Tradition insgesamt zufügen."

Kamleitner weiter: „Wir weisen mit Nachdruck darauf hin, dass es zwischen Idiotie und Narrheit einen ganz wesentlichen Unterschied gibt und dass sich ein Landesverband mit seinen angeschlossenen Mitgliedsvereinen von niemand instrumentalisieren lässt, schon gar nicht von solchen, deren Gesinnung und Gedankengut er auf keinen Fall teilt."

Eine Demo unter dem Deckmantel des schönen Brauchtums Fasching als „Faschingsumzug“ zu deklarieren und Kinder mit ihrer Teilnahme zu instrumentalisieren und sie bewusst als Mittel zum machtpolitischen Zweck aufzufordern ist schlichtweg eine Frechheit, so der Eulen-Chef.