„Feinkost-Kartell“ statt Julius Meinl am Marienmarkt. Die NÖN sprach mit dem Meinl-Nachfolger Wolfgang Kapuy über seine Pläne am Wiener Neustädter Hauptplatz.

Von Mathias Schranz und Mathias Schranz. Erstellt am 06. August 2019 (03:27)
Schranz
Quereinsteiger Wolfgang Kapuy übernimmt den ehemaligen Meinl-Stand am Marienmarkt.

Große Wellen hat der NÖN-Exklusivbericht über das „Meinl-Aus“ am Marienmarkt in der Vorwoche geschlagen.

Die NÖN traf sich jetzt mit jenem Mann, der das Feinkost-Erbe antreten will: Wolfgang Kapuy (30), Gastro-Quereinsteiger und Sohn der ehemaligen Marienmarkt-Managerin Doris Kapuy. Der klingende Name für seinen Stand: „Das Feinkost Kartell“ – Anfang Oktober soll eröffnet werden. „Es wird jetzt einmal umgebaut, unter anderem wird es eine Bar statt der Feinkost-Theke geben“, erklärt er im Gespräch mit der NÖN.

Das Konzept ist schnell erklärt: „Es soll ein Treffpunkt im Herzen der Stadt werden, etwa, wo man sich nach der Arbeit trifft und ein paar entspannende Stunden verbringt“, sagt Wolfgang Kapuy, „ein Gläschen Wein, dazu Käse, Oliven oder auch gebratene Garnelen.“ Natürlich hat er auch den kommenden FH-Campus am Karmeliterkirchen-Areal im Auge, „ich werde auch für Studenten Angebote haben.“

Geplant ist, Montag bis Samstag von 9 bis 22 Uhr zu öffnen, an Sonntagen und Feiertagen wird geschlossen sein. Für sein „Feinkost Kartell“ will er übrigens auch im Internet die Werbetrommel rühren, so wird es etwa einen eigenen Podcast geben.

Parkplätze und Mieten kein Scheiter-Grund

Dass in zweieinhalb Jahren schon sieben Standbetreiber am Marienmarkt gescheitert sind, sieht Wolfgang Kapuy übrigens nicht als Schuld der Stadtführung. „Es gibt weder zu wenig Parkplätze in der Innenstadt, noch sind die Stand-Mieten zu teuer. Wenn ich scheitern sollte, dann ist klar, wer Schuld ist – nämlich ich selbst und sonst niemand.“

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