FH-Studierende helfen bei Corona-Hotline. 20 Studierende der FH Wiener Neustadt sind aktuell Mitarbeiter der Gesundheitsberatung, die unter der Hotline 1450 erreichbar ist. Sie sorgen unter anderem auch dafür, dass die Wartezeiten an der Hotline immer kürzer warten.

Von Red. Wr. Neustadt. Erstellt am 26. März 2020 (10:13)
FH-Studierende engagieren sich beim Notruf NÖ
Notruf NÖ

 „Ein paar Tage, nachdem in Österreich die ersten Maßnahmen verkündet worden waren, bekam ich von der Fachhochschule eine Mail mit der Information, dass “Notruf NÖ” helfende Kräfte sucht. Da musste ich nicht lange überlegen”, erzählt Sophie Boos-Waldeck, Studierende im Bachelor-Studiengang “Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege” an der FH Wiener Neustadt.

Die Gesundheitsberatung unter der Telefonnummer 1450 wird von Notruf NÖ für die Bundesländer Niederösterreich, Burgenland und Kärnten betrieben. Das Land Niederösterreich unternimmt alles, um die bestmögliche Versorgung und Beratung für die Landsleute sicherzustellen.

„Der Andrang auf die Gesundheitsberatung 1450 war und ist sehr groß. Am vergangenen Sonntag haben 7.678 Menschen angerufen, normalerweise sind es rund 100 Anrufe. Damit alle Personen ihre Beratung erhalten, haben wir bereits weitere 40 Helferinnen und Helfer angestellt. Wir stocken das Personal auf, um den Menschen bestmöglich zu helfen. Das Notruf-System in Niederösterreich und die Abwicklung des Gesundheitstelefons 1450 in Niederösterreich funktioniert“, so Landesrat Martin Eichtinger.

Die für die Corona-Krise zusätzlich eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie Sophie Boos-Waldeck seien bestens geschult, so Eichtinger: „Wir haben das Personal aus den Fachhochschulen und Universitäten angestellt, sie können die Tätigkeit als Praktikum anrechnen. An dieser Stelle darf ich mich bei allen helfenden Händen bedanken.”

„Wir sind stolz auf unsere Studierenden“

Stolz auf die verantwortungsbewussten Studierenden zeigt sich der Geschäftsführer der FH Wiener Neustadt, Armin Mahr: „Gerade jetzt wird jede helfende Hand gebraucht. Es ist wirklich schön zu sehen, dass vor allem unsere Studierenden aus den Gesundheitsstudiengängen, die das derzeit so wertvolle Know-How mitbringen, ihrer Verantwortung bewusst sind und sich engagieren. Das gilt natürlich auch für unsere Studierenden, die sich für den freiwilligen Zivildienst gemeldet haben oder in vielen anderen Hilfsorganisationen arbeiten. An der Fachhochschule Wiener Neustadt begleiten wir Menschen auch in ihrer Persönlichkeitsbildung, damit sie im Leben Verantwortung übernehmen. Das beeindruckende Engagement der Studierenden zeigt uns, dass das in den letzten Semestern gelungen ist.“

20 Studierende der FH Wiener Neustadt sind aktuell Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsberatung, die unter der Hotline 1450 erreichbar ist. Sie sorgen unter anderem auch dafür, dass die Wartezeiten an der Hotline immer kürzer warten. „Aktuell gibt es praktisch keine Wartezeiten, alle Anrufe warden sofort bearbeitet”, so Notruf NÖ – Chef Christof Chwojka.

Sophie Boos-Waldeck
Notruf NÖ



Für Sophie Boos-Waldeck ist der wertvolle Beitrag, den sie und ihre Kolleginnen und Kollegen in dieser herausfordernden Zeit leisten, eine Selbstverständlichkeit. „Ich möchte gerne helfen und nicht zuhause sitzen. Gerade jetzt ist es wichtig, dass jeder Einzelne seinen Beitrag für die Gesellschaft leistet. Ich kann bei Notruf NÖ auch sehr viel lernen, das hilft mir auch für später. Das Klima ist sehr gut und alle helfen zusammen.”