Fohlenhof wird zur „Grün-Oase“. Bebauung des Areals ist dank entspannterer Budget-Situation abgeblasen. Bis 2022 Freiraum neu gestaltet.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 10. Dezember 2019 (06:00)
Bürgermeister Klaus Schneeberger und Baustadtrat Franz Dinhobl.
Hacker-Walton

Die Wohnbau-Pläne am Fohlenhof-Areal sind abgeblasen – dem sanierten Budget sei Dank: „Wenn ein Privater in Konkurs geht, muss er alles versilbern, er muss sein geliebtes Haus verkaufen und in eine Wohnung ziehen“, sagt ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger: „Vor dieser Situation sind wir 2015 gestanden.“

Daher habe es auch die Überlegungen gegeben, mit Wohnbau und Grundstücksverkauf am Fohlenhof einen Beitrag zur Budgetsanierung zu leisten: „Das wäre sicher ein Opfer gewesen. Gott sei Dank ist das nicht mehr notwendig.“

Nach einem Ideen-Wettbewerb der Stadt liegen nun die Pläne für die Zukunft vor: Die Landschaftsarchitektur BATIK aus Wien hat den Zuschlag für das Projekt „Naturraumentwicklung Fohlenhof“ erhalten.

"Neue Grün-Oase nur einen Steinwurf vom Stadtzentrum entfernt"

Neue Gebäude sollen am Fohlenhof nicht entstehen, dafür bestehende entwickelt werden. „Damit ist nicht nur eine Verbauung für die Zukunft ausgeschlossen, sondern wir schaffen eine ganz neue Grün-Oase mitten im Akademiepark nur einen Steinwurf vom Stadtzentrum entfernt“, so Schneeberger bei der Präsentation der Pläne am Montag.

Bis Ende 2022 soll der Freiraum (Investitionsvolumen: 2,1 Millionen Euro) fertig sein – dann sollen die Gebäude entwickelt werden. Ein Marktplatz soll Zentrum der Anlage werden, zwischen den alten Stallungen wäre Platz für Spielbereiche – und hinter den Stallungen sollen bestehende Lagerflächen zu einem Gartenbereich werden. Hier sind Beete, die von Schulen betreut werden, Gemeinschaftsgärten und Gartenbauparzellen für Private im Gespräch. „Kultur und Natur sollen für die Menschen in der Stadt vereint werden“, sagt ÖVP-Stadtrat Franz Dinhobl. Fuß- und Radwege sollen erhalten bleiben, beim Haupttor soll eine Ladestation für E-Bikes entstehen. Autos sollen nur vereinzelt in den Fohlenhof einfahren.

Von der IG „Akademiepark für Alle“, die sich gegen die Baupläne stark gemacht hat, heißt es zur NÖN, das Siegerprojekt „deckt sich mit vielen Vorschlägen aus dem Ideenwettbewerb der IG“. Man hoffe, dass „lokale Akteure wie kultur.GUT.natur, die seit Jahren am Fohlenhof arbeiten, in das Projekt eingebunden werden“.