Große Pläne für den Akademiepark. MilAk-Kommandant Karl Pronhagl will das Profil des Parks für die Besucher schärfen. Landwirtschaft im Park soll Richtung Bio gehen. Toiletten bis zum Sommer geplant.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 14. Januar 2020 (05:32)
Akademiepark in Wiener Neustadt
NOEN

Im Akademiepark soll sich in diesem Jahr einiges tun: „Wir wollen das Profil des Parks schärfen“, sagt der Kommandant der Theresianischen Militärakademie, Generalmajor Karl Pronhagl, im Gespräch mit der NÖN.

MilAk-Kommandant Generalmajor Karl Pronhagl.
Baldauf

Dazu zählt etwa, für die Park-Besucher genauer zu kennzeichnen, wo welche Aktivitäten erwünscht und erlaubt sind – und wo nicht: Rund um die MilAk soll es eine „Begegnungszone“ geben, in der Veranstaltungen wie etwa der Blaulicht-Tag durchgeführt werden. Eine „Aktiv-Zone“ steht für Spiel und Sport zur Verfügung, neue Liegen sollen dort zum Verweilen einladen. In einer dritten Zone soll das natürliche Habitat ungestört und ohne viele Besucher gedeihen können.

„Gemeinsam mit der Stadt suchen wir außerdem eine Lösung für eine Toilettenanlage und die Müllentsorgung“, so Pronhagl. Die Toiletten sollen im Laufe des Jahres, nach Möglichkeit noch vor dem Sommer, fertiggestellt sein. „Alle Überlegungen laufen selbstverständlich in Abstimmung mit dem Projekt am Fohlenhof“, sagt Pronhagl. Wie berichtet, soll dort in den kommenden Jahren ein Zentrum für Kultur und Natur entstehen.

Im Zuge der Schärfung des Park-Profils soll auch ein verstärkter Fokus auf Klima- und Umweltschutz sowie den Grünraum gelegt werden: So ist etwa geplant, im Burggraben eine Blumenwiese zu pflanzen.

Bio-Bauernhof im Akademiepark?

Eine Umstellung dürfte es auf den landwirtschaftlichen Flächen im Park geben: Diese werden seit 25 Jahren von der Stadt über die wnsks gepachtet. Der Pachtvertrag läuft Ende des Jahres aus, in Gesprächen mit der Stadt will Kommandant Pronhagl nun die Weichen Richtung Bio-Landwirtschaft im Akademiepark stellen. „Es soll in diese Richtung gehen, wir haben vor kurzem auch eine Anordnung erhalten, wie seitens des Militärs mit Grünflächen umzugehen ist“, sagt Pronhagl.

Dies betreffe unter anderem den Einsatz von Pestiziden. „Eine solche Umstellung ist eine Herausforderung und nicht von heute auf morgen umzusetzen, aber wir möchten diesen Weg gemeinsam mit der Stadt gehen und die gute Zusammenarbeit fortsetzen.“

Für Grünen-Gemeinderätin Tanja Windbüchler-Souschill ein logischer Schritt: „Der Gemeinderat hat sich grundsätzlich dafür ausgesprochen, Boden zu schützen und zu retten. Wenn die wnsks die Flächen weiter pachtet, sollte man den Schritt hin zur Nachhaltigkeit gehen und die Landwirtschaft im Akademiepark auf eine biologische Landwirtschaft umstellen.“

Im Rathaus heißt es auf NÖN-Anfrage, die wnsks habe bereits Interesse an einer weiteren Pacht bekundet. Die Details müssten noch geklärt werden, man gehe zuversichtlich in die Gespräche, die demnächst starten werden.

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