Häuser verfallen: Grätzel mit Schönheitsfehlern. Im Stadtteil zwischen der Fußgängerzone Herzog Leopold Straße und dem Stadtpark stehen einige Häuser vor dem Verfall. Stadt ist mit Hausbesitzern im Gespräch.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 16. August 2017 (04:10)

Die Herzog Leopold Straße wird derzeit aufgeputzt, auch die Kasematten werden ein Schmuckstück werden. Im bewohnten Grätzel dazwischen gibt es nach wie vor aber noch einige Schönheitsfehler. Hier befinden sich viele alte Häuser, einige davon stehen auch unter Denkmalschutz.

Allerdings merkt man, dass an einigen der Zahn der Zeit genagt hat: Bröckelnde Fassaden, eingeschossene Scheiben, verbarrikadierte Fenster, dazu kommen Graffitis. Unter anderem sticht hier das ehemalige „Holzwurm Haus“ in der Singergasse hervor, aber auch das Haus in der Lederergasse 12, das kurz vor dem Verfall steht.

Stadtführung ist mit dem Zustand der Häuser nicht zufrieden

Positiv: In den letzten Jahren fanden in dem Grätzel immer wieder „Verjüngungskuren“ statt. Etwa das Haus Ecke Bahngasse/Singergasse (ehemalige Billa-Filiale ). Allerdings gibt es auch Projekte, die sich komplett im Sand verlaufen haben. Wie etwa jenes an der Ecke Mittere Gasse/Kurze Gasse, die ehemalige Schlosserei Hörschläger, wo fünf moderne Stadthäuser samt Tiefgaragen und Dachterrassen entstehen sollten. Der Plan dafür hängt dort seit 2011, geschehen ist bisher aber noch nichts. Laut Hausbesitzer Johannes Jirasko wird daraus auch nichts mehr, das Projekt sei gestorben, derzeit gäbe es auch keine neuen Pläne für das Haus.

Keine Freude mit dem Zustand der Häuser hat auch die Stadtführung. Bürgermeister-Specher Matthias Zauner: „Wir sind schon mit einzelnen Hauseigentümern aus diesem Grätzel im Gespräch und es ist auch angedacht, im Vorfeld der Landesausstellung noch breiter mit Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern in der Innenstadt in Kontakt zu treten.“