Innenstadt: Ärger über Schulschluss. Schüler sollen am Hauptplatz statt im Stadtpark feiern. Marienmarkt-Standler sind skeptisch.

Von Mathias Schranz und Kristina Veraszto. Erstellt am 04. Juni 2019 (06:00)
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Tausende Schüler, die ausgelassen den Schulschluss feiern. Dieses Bild prägte in den letzten Jahren den Stadtpark. Heuer fällt das große Fest im Grünen ins Wasser. Seitens der Stadt heißt es, dass die Location nach der Kasematten-Neugestaltung aufgrund der Zerstörungen in den vorangegangenen Jahren nicht in Frage käme.

Als neue Schulschluss-Location wurde der Hauptplatz ins Auge gefasst. Ab 10 Uhr sollen dort lokale Bands auftreten, auch Shootingstar Luke Andrews wird zur Gitarre greifen. Am Abend wird zusammen mit Ö3 zur „Silent Disco“ (die Gäste hören Musik über Kopfhörer) geladen.

Wie im Stadtpark werde auch auf dem Hauptplatz kostenlos Wasser ausgeschenkt, heißt es seitens der Stadt. Für die Volksschulkinder werden Hüpfburg, Kinderschminken und mehr bereitgestellt.

"Das ist eine Katastrophe"

Keine große Freude mit dem Schulschlussfest am Hauptplatz haben die meisten Stand-Betreiber des Marienmarkts. Wie die NÖN erfuhr, gab es bei der Vorstellung der Änderungen Ärger. Das bestätigt sich auch in Gesprächen mit der NÖN: „Das ist eine Katastrophe. An diesem Tag brauche ich gar nicht aufsperren, da kommen mir keine Gäste“, so Hinesser.

Auch Martin Reinelt von der Gebietsvinothek, der bereits selbst ein „School’s out“ veranstaltet hat, ist strikt gegen eine Verlegung: „Ich hatte an einem Tag ,School’s out‘ mehr Schäden als während der gesamten Frühlingswies‘n mit 20.000 Gästen.“

Seitens der Stadt verweist man darauf, dass das Programm so ausgelegt ist, dass es für alle Kinder und Jugendlichen geeignet sei. Ziel sei ein sympathischer Schulschluss in der Innenstadt.

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