Kreatives Angebot: Yoga-Studio wird virtuell. Wiener Neustädter Maktub-Yogastudio bietet Yoga wegen des Coronavirus aktuell per Live-Video an.

Von Red. Wr. Neustadt. Erstellt am 23. März 2020 (14:12)
Lisa Hanakamp bietet Yoga-Stunden aktuell per Live-Video über das Internet an
privat

Sportanbieter haben in diesen Tagen wohl mit am stärksten mit Existenzängsten zu kämpfen, denn obwohl Fitness, Yoga und co. zur Gesundheit beitragen, zählen sie nicht zu den überlebensnotwenigsten Branchen und mussten daher auch ihre Türen vorerst schließen.

„Wer Geld verdienen will, muss erfinderisch werden“ – so das Motto der meisten Sportstudios in diesen Tagen. Die derzeitige Krise hält auch Lisa Hanakamp, Gründerin des Maktub Yogastudios (www.maktub-yoga.at), auf Trab. „Wir mussten schnell handeln, denn auch wir hatten keine Wahl als unser Studio von heute auf morgen zu schließen. Zeit zum Nachdenken hatte mein Team eigentlich nicht. Die einzige Lösung, um weiterhin Klassen anbieten zu können, war das Internet.“

Wer schon einmal übers Internet Sport gemacht hat, weiß wahrscheinlich wie groß das Angebot bereits ist. Zu jedem Thema findet man Diverses auf Videoplattformen.

Um sich klar von dem bereits bestehenden Yogaangebot auf Youtube und co. zu unterscheiden und weiterhin mit Stammkunden persönlichen Kontakt zu pflegen, entschied sich Hanakamp mit ihrem Team live, also in Echtzeit, Klassen anzubieten. Das ist allerdings schwerer als gedacht, denn neben einem passenden Live-Streaming-Dienst, braucht man auch gutes Equipment, wie Mikrophon und Kamera. „Die Schwierigkeit dabei ist auch, dass mittlerweile viele Sportstudios ein Onlineangebot haben, was das Netz teilweise restlos überfordert“, so Lisa Hanakamp. „Mittlerweile haben wir aber den Dreh raus und schon jetzt viel positives Feedback bekommen. Denn Yoga im eigenen Wohnzimmer zu praktizieren hat auch Vorteile – man kann sich komplett auf die eigene Praxis konzentrieren, nur mit der Stimme des Yogalehrers im Ohr. Und statt Yogablock und Yogakissen, benutzt man ganz einfach ein dickes Buch, meine Empfehlung wäre Harry Potter Band 6, und ein normales Polster“, erklärt Hanakamp.