Matura-Streiche sorgten für Ärger bei Direktoren. In Zehnergasse und HTL wurde der Bogen überspannt, teilweise Schuleigentum zerstört. Im BRG Gröhrmühlgasse gab es Schmunzeln über „Promi-Doppelgänger“.

Von Mathias Schranz und Celina Dinhopl. Erstellt am 25. Juni 2019 (05:41)
Dinhopl
Die Doppeltüre vor dem Konferenzzimmern im BRG Gröhrmühlgasse : Fotos der Lehrer mit ihren Doppelgängern, die Türe wurde zudem mit einem Zahlenrätsel versperrt.

Auch Tage danach bringt das Thema Direktor Werner Schwarz noch auf die Palme. Das merkt man beim NÖN-Gespäch: „Das Ganze ist wirklich mehr als ärgerlich!“

Was ist geschehen? Eigentlich war der Maturastreich auf Schiene: So wurde etwa ein kleines Swimmingpool in der Schule aufgestellt – allerdings wurde der Bogen dann überspannt. „Es wurden Dinge kaputt gemacht, wie etwa Tische – das muss nicht sein“, meint Schwarz. Das Problem seien vor allem schulfremde Jugendliche, teils alkoholisiert, gewesen. „Als meine Schüler gemerkt haben, dass da etwas aus dem Ruder läuft, haben sich mit mitten in der Nacht angerufen. Dafür bin ich ihnen auch dankbar, das zeugt von einem besonderen Vertrauensverhältnis“, so der Direktor.

"Ich kenne die Namen, will ihnen aber nicht die Zukunft verbauen"

Die Schuldigen seien beim Eintreffen von Schwarz davongerannt. „Ich kenne zwar die Namen, ich will ihnen aber nicht die Zukunft verbauen“, sieht Schwarz von einer Anzeige ab, „dafür bin ich nicht Direktor geworden.“ Früher hat er während der „heißen Phase“ nach der Matura immer in der Schule geschlafen. „In den letzten Jahren ist es besser geworden, da hab‘ ich’s wieder gelassen“, sagt er. Wobei für ihn fix ist: „Nächstes Jahr ändert sich das wieder, da ist der Schwarz-Sicherheitsdienst wieder da.“

Für Ärger bei Lehrern und Schulführung hat der Maturastreich übrigens auch in der HTL gesorgt. Dort wurde im Gebäude Stroh verteilt, welches nur mühsam wieder beseitigt werden konnte.

Gelungen war der Maturastreich hingegen im BRG Gröhrmühlgasse: Auf den Eingangsbereich zum Lehrerzimmer wurden Fotos der Lehrer mit jeweiligen „Promi-Doppelgängern“ geklebt.

So wurde etwa Mathe- und Physikprofessor Wolfgang Spieß Schauspieler Tom Cruise zugeordnet, Direktor Günther Hofmann wurde mit Schauspieler John Carroll O’Connor verglichen, Informatik-Professor Manuel Ganglberger mit Football-Star Tom Brady.

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