Dorf soll wieder stehen. Die Nepalesin Kamala Tamang besucht derzeit die Wiener Neustädter Caritasschule. Ihre österreichische Famillie will ihr zerstörtes Dorf wiederaufbauen.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 06. Mai 2015 (06:00)
NOEN, Foto: Baldauf
Gunther Hessel mit Kamala Tamang, die derzeit die Wiener Neustädter Caritasschule besucht.

Es ist alles zerstört: Brabal, ein Dorf mit 28 Häusern, wurde vom Beben dem Erdboden gleichgemacht. Die Nepalesin Kamala Tamang (23), sie besucht derzeit die Wiener Neustädter Caritasschule, erhielt die schreckliche Nachricht von ihrer Schwester während eines Praktikums.

„Alle 28 Häuser sind zerstört"

„Alle 28 Häuser sind zerstört, Gott sei Dank haben alle 129 Bewohner überlebt. Wir sind ja eine große Familie, aber ich bin trotzdem sehr traurig“, erzählt sie im Gespräch mit der NÖN.

Dass sie in Wiener Neustadt eine Ausbildung zur Altenbetreuerin absolviert, verdankt sie der Familie von Gunther Hessel. Der gebürtige Wiener Neustädter (jetzt wohnhaft in Bad Fischau Brunn) machte vor acht Jahren eine Reise nach Nepal.

Dabei lernte er Kamala und deren Familie kennen, die bald darauf unterstützt wurde. Sechs Kindern wird so die Schule ermöglicht, mittlerweile wurden von Freunden (etwa Rechtsanwalt Edwin Stangl) Patenschaften übernommen.

„Geld kommt zu 100 Prozent dort an“

Dass Kamala nach Österreich kommt, habe sich nach und nach ergeben, so Gunther Hessel. Er will mit seiner Nepalhilfe jetzt alles daran setzen, das zerstörte Dorf wieder aufzubauen. „Es werden vor allem Baumaterialien wie Ziegel und Zement benötigt, aber auch Werkzeug.“

Über ein Spendenkonto will er Geld sammeln, „ich kann garantieren, dass das Geld zu 100 Prozent dort ankommt.“ Kamala will im Sommer in ihr Dorf Reisen, um dort mit ihrem Vater den Wiederaufbau zu planen.


Spendenaufruf

Kontodaten:
Gunther Hessel - Nepal
IBAN: AT493293709000094508
BIC: RLNWATWWWRN