Wiener Neustadt

Erstellt am 06. Dezember 2016, 17:54

von Josef Kleinrath

ÖVP nimmt bei Fohlenhof Tempo raus. Umwidmung wird im Jänner noch nicht beschlossen.

Das Fohlenhof-Areal beim Akademiepark.  |  NOEN, zVg

Jetzt geht es offenbar Schlag auf Schlag: Die bunte Stadtregierung plant, den Fohlenhof – das ist ein Teil des Akademieparks – auf Bauland umzuwidmen, um dort viel Geld bei der Verwertung des Areals als hochwertiges Wohngebiet zu lukrieren.

Dagegen hat sich nun bereits massiver Widerstand formiert, zahlreiche Einwände sollen bereits eingelangt sein. Am Freitag tritt ein Initiative an die Öffentlichkeit – die NÖN berichtete.

Gruber zu Karas: „An Unverschämtheit kaum zu überbieten“

Nachdem sich nun auch die SPÖ hinter die Gegner der Umwidmung des Fohlenhofs gestellt hat, bläst die ÖVP einerseits zum Angriff gegen SPÖ-Vize Horst Karas, andererseits bremst sie angesichts des breiten Widerstands und der vielen kritischen Stimmen, die aus der Bevölkerung gekommen sind, die Umwidmung.

ÖVP-Klubobmann Philipp Gruber: „Es ist an Unverschämtheit kaum zu überbieten, dass Karas öffentlichkeitswirksam und mit vorgespielter Empörung gegen jene Umwidmung auftritt, der seine Gemeinderäte in der Ausschusssitzung am 14.11.2016 einstimmig zugestimmt haben.“

Die ÖVP gehe hingegen verantwortungsvoll mit dem Thema um, so Gruber: „Der zuständige Stadtrat DI Franz Dinhobl, hat sofort nach Bekanntwerden der Bedenken Kontakt mit den Betroffenen aufgenommen und wird nun in persönlichen Gesprächen mögliche Änderungen oder Kompromisse erörtern. Faktum ist, dass jetzt diese Gespräche geführt und abgewartet werden, weshalb in der Jänner Sitzung des Gemeinderates kein Beschluss über diese Umwidmung erfolgen wird.“

Die Grünen bekräftigen ihre Position in Sachen Fohlenhof. Tanja Windbüchler-Souschill verweist auf die prinzipiellen Zielvorgaben im aktuellen Masterplan für dieses Areal, auf die Baumschutzverordnungen der Stadt und ersucht nachdrücklich nochmals darum, die Entwicklung des Fohlenhof-Areals in den laufenden Stadtentwicklungs-Prozess STEP 2030 einfließen zu lassen.