Erstellt am 16. Januar 2017, 12:06

von APA Red

Sanierung der Aluminiumschlackendeponie startete. In Wiener Neustadt hat mit Jahresbeginn die Sanierung der seit 1991 als gefährliche Altlast eingestuften Aluminiumschlackendeponie begonnen.

Die ehemalige Aluschlackedeponie bei der Autobahnauffahrt Wiener Neustadt West.  |  Franz Baldauf

Ein Konsortium der Unternehmen Wilhelm Geiger Gesellschaft m.b.H., Umweltschutz Ost GmbH und Huber Umweltmanagement GmbH will dabei laut einer Aussendung vom Montag 80 Prozent der dort gelagerten Abfälle wieder verwerten.

Vor allem Aluminium soll energie- und CO2-sparend gewonnen werden. In acht Jahren soll die "Altlast N6" endgültig beseitigt sein. Die Auftragssumme des Projekts beträgt etwa 167 Millionen Euro.

Der Aussendung zufolge wurde die Aluminiumschlackendeponie Wiener Neustadt "in den Jahren 1974 bis 1991 mit Abfällen der Holz- und Textilindustrie sowie Aluminiumkrätzestaub gefüllt. Die jahrzehntelangen Ablagerungen haben die Beeinträchtigung des Grundwassers und die Entstehung von Wasserstoff, Methan und Ammoniak zur Folge".

Laut dem Konsortium wird auf der Deponie eine chemisch-physikalische Abfallbehandlungsanlage errichtet. Mit dieser sollen metallisches Aluminium und andere verwertbare Rohstoffe aus der Aluminiumkrätze abgeschieden werden. In den ersten beiden Jahren erfolgen der Geiger Gruppe zufolge die vorbereitenden Arbeiten für die Sanierung. In dieser Zeit werde die komplette erforderliche Infrastruktur direkt bei der Deponie errichtet. Die eigentlichen Sanierungsarbeiten sollen 2019 beginnen und etwa fünf Jahre dauern. Beim Abbau der Ablagerungen handelt es sich laut dem Konsortium um rund eine Million Tonnen.