SPÖ-Vize-Spenger: "Bahnhof-Wachzimmer wieder aufsperren!"

Nach Vorfällen am Bahnhof fordert SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger jetzt Maßnahmen.

Erstellt am 07. Januar 2022 | 10:45
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Rainer Spenger Vizebürgermeister Wiener Neustadt
SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger.
Foto: Franz Baldauf

Die Schlägerei mit Schüssen am Wiener Neustädter Bahnhof am Donnerstagabend hat für gehörige Aufregung gesorgt (https://www.noen.at/wr-neustadt/polizei-im-einsatz-schuesse-und-schlaegerei-am-wiener-neustaedter-bahnhof-wiener-neustadt-redaktion-polizei-bahnhof-wiener-neustadt-schusswechsel-festnahmen-schlaegerei-308214045). SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger fordert jetzt die Wiedereröffnung des Wachzimmers am Bahnhof, das Ende 2001 geschlossen wurde.

"Was da am Bahnhof gestern passiert ist, bestätigt mich einmal mehr in der Einschätzung, dass es ein gravierender Fehler war, das dortige Wachzimmer zu schließen. Zum einen war es für das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wichtig, zum anderen war man sofort zur Stelle, wenn es Probleme gab. Ich spreche mich deshalb klar und deutlich für die Wiedereinrichtung einer Polizeistation bei diesem sozialen und sicherheitspolitischen Hotspot aus." Zwar sei rund um den Bahnhof, der mit 32.000 Ein- und Auspendlern der größte in Niederösterreich und einer der größten in Österreich ist, eine Sicherheitszone eingerichtet worden, das scheine gegen Gewalt und ähnliche Vorfälle aber leider wirkungslos zu sein, so Spenger weiter.

Der Vizebürgermeister spricht sich in diesem Zusammenhang außerdem für eine personelle Aufstockung der Polizei in Wiener Neustadt aus: "Das ist ein Gebot der Stunde. Die Beamten leisten hervorragende Arbeit, aber es sind eindeutig zu wenige, um die Herausforderungen in einer Stadt wie der unsrigen zu bewältigen. Die Wiener Neustädter haben ein Recht darauf, sich sicher zu fühlen!"

Philipp Gerstenmayer
Philipp Gerstenmayer
Foto: Baldauf

Zu Wort gemeldet hat sich in der Causa auch FPÖ-Stadtparteiobmann Philipp Gerstenmayer: "Für mich ist es schockierend, dass hier in Wiener Neustadt von einschlägigem Klientel Bandenkriege ausgetragen werden. Das hat hier bei uns nichts verloren." Zum Vorschlag von Spenger zum Wachzimmer sagt er: "Mehr Sicherheit ist immer gut, aber ich glaube, dass das Problem nur verschoben wird. Das sieht man ja auch bei der Drogenproblematik."