Stadt: Cluster lässt Corona-Fälle steigen. Dutzende Infektionen in Wiener Neustädter Freikirche. Erneut Maskenpflicht in Rathäusern.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 22. Juli 2020 (05:40)
Die Freikirche in der Weikersdorfer Straße.
APA/Robert Jaeger

Vor einigen Tagen waren in der Stadt nur noch zwei Corona-Kranke gemeldet. In den letzten Tagen sind die Zahlen, wie im restlichen Österreich aber wieder in die Höhe geschnellt: Mit Dienstagvormittag gab es aktuell 25 Corona-Kranke in der Stadt – allein 21 davon sind auf den Cluster in der Freikirche in der Weikersdorfer Straße zurückzuführen.

Insgesamt gibt es dort bisher 28 Fälle (nicht alle der Infizierten wohnen in Wiener Neustadt), über 250 Kontaktpersonen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

Eine der positiv getesteten Personen ist laut dem Sprecher von Gesundheits-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) eine Krankenpflegerin des Landesklinikums Wiener Neustadt. Sie zählte nicht zu den abgesonderten Personen, weil sie nicht an der Messe teilgenommen hatte, die als Basis für die Quarantänemaßnahmen galt, nahm jedoch das Screening-Angebot wahr. Die Station des Spitals (Chirurgie) sei daraufhin für Besucher gesperrt worden. Alle bisher durchgeführten Tests bei weiteren Mitarbeitern und Patienten seien negativ gewesen, teilt Bernhard Jany, Sprecher der NÖ Landesgesundheitsagentur, auf NÖN-Anfrage am Montag mit.

Aufgrund der steigenden Corona-Fälle in der Stadt, verschärft die Stadtregierung erneut die Sicherheitsmaßnahmen in den beiden Rathäusern. Seit Montag ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wieder vorgeschrieben – das gilt für alle Parteien, für Mitarbeiter mit Parteienkontakt (Ausnahme bei vorhandenem Glasschutz) sowie bei Verhandlungen und Ortsaugenscheinen.

Im Rathaus ist wieder Maskenpflicht angesagt.
Schranz

Nach wie vor aufrecht bleibt die Abstandsregel von mindestens einem Meter, zudem sind eine telefonische Voranmeldung sowie das Ausfüllen eines Anmeldeformulars an den Eingängen zu den Rathäusern erforderlich. Generell wird darum gebeten, weiterhin so viele Behördenwege wie möglich telefonisch oder per Mail abzuwickeln.