Stammzellen-Spenden: 1.200 Helfer für Juliane. Welle der Hilfsbereitschaft für zweijähriges Mädchen aus der Buckligen Welt. In einem Monat weiß man, ob am Freitag ein passender Spender dabei war.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 01. August 2017 (06:11)
Als Spender im Krankenhaus: Andrea Sitz, Irene Sporer, Cornelia Sederl,Rene Haslinger, Lisa Kerschbaumer, Andreas Kerschbaumer und Theresa Janker.
privat

Freitagnachmittag am Landesklinikum: Menschen strömen zur Unfall-Erstversorgung, der Gang ist schon voller Wartender. Rasch ist klar: Der Aufruf hat gewirkt, die Hilfsbereitschaft ist groß. So groß, dass viele Spender lange warten müssen. Statt wie geplant um 18 Uhr ist erst gegen 19.30 Uhr Schluss. Universitätsprofessorin Agathe Rosenmayr (AKH Wien), die die Aktion in Wiener Neustadt durchführte, zeigt sich im Gespräch mit der NÖN überwältigt von der Spendenbereitschaft: „Wir hatten mit 500 Menschen gerechnet, geworden sind es 1.200.“

Die zweijährige Juliane aus der Buckligen Welt braucht eine Stammzellen-Spende. Ihre Eltern hoffen, dass das aufgeweckte Mädchen bald wieder gesund wird.
privat

Hoffen und abwarten, ob Spender dabei ist

Ein Monat wird es nun dauern, bis man weiß, ob am Freitag ein möglicher Lebensretter für Juliane dabei war: Wie berichtet, ist das zweijährige Mädchen aus der Buckligen Welt auf eine Stammzellen-Spende angewiesen, weil bei ihr HLH (Hämophagozytische Lymphohistiozytose) diagnostiziert wurde.

Agathe Rosenmayr (M.) mit medizinischem Personal, freiwilligen Helfern und Angehörigen der kleinen Juliane am Ende der Spendenaktion. In den grünen Säcken: Die alphabetisch geordneten Spenden.
Hacker-Walton

„Das war wirklich unglaublich“, sagt Julianes Vater Richard im Gespräch mit der NÖN: „Jetzt heißt es nur noch abwarten und hoffen, dass einer dabei ist.“ Ärztin Rosenmayr warnt jedoch vor allzu großer Hoffnung: Die Chance, dass ein nicht verwandter Mensch als Spender geeignet ist, liege bei eins zu einer halben Million. Allerdings: Für Juliane wird nicht nur unter den 1.200 Spendern gesucht, sondern in der weltweiten Spender-Kartei mit rund 30 Millionen Menschen.