"Story unknown": Gelungen improvisiert. „glashaus“ präsentierte „Story unknown“: Die drei Schauspieler überzeugten auch, ohne vorher das Stück zu kennen.

Erstellt am 28. Januar 2018 (04:13)
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Lisa Furtner, Elena Schwarz & Florian Stohr zeigten ihr schauspielerisches Talent.
Hendrik Wagner

Im Stadttheater ging am Samstag eine außergewöhnliche Aufführung der Kulturinitiative „glashaus“ über die Bühne: Bei „Story unknown“ wusste vorab nur der Autor Thomas Kodnar, welches Stück gespielt wird.

Sowohl das Publikum als auch die Schauspieler erfuhren erst Textseite für Textseite, wohin die Reise ging. Das Stück, das Kodnar extra für den Abend geschrieben hatte, hieß „Eine Reihe an niederschmetternden Enttäuschungen“ und handelte von drei Personen, die versuchen, den Weg durch die Mitte Zwanzig zu meistern. Die erste Überraschung des Abends war aber wohl, dass die Zuschauer mit den Schauspielern direkt auf der Bühne saßen. Hundert Besucher ließen sich auf den experimentellen, „perfekt unperfekten“ Theaterabend ein. Da beim „Stage Reading“, einer besonderen Form der szenischen Lesung, weder Bühnenbild, noch Kostüme verwendet werden, gab es auch keinen Vorhang, der sich öffnete.

Die Schauspieler Elena Schwarz, Lisa Furtner und Florian Stohr nahmen ihre Plätze ein und öffneten zum ersten Mal das Skript. Kodnar fungierte als „Reiseleiter“ durch das Stück. Auch ohne das Skript vorher jemals gesehen zu haben, boten die Profis eine großartige schauspielerische Leistung. Der Abend nahm seinen Lauf und so flog eine Tasse durch die Lüfte, die Schauspieler wurden mit Wasser übergossen und eine Vodka-Flasche war nicht nur Requisite.