Trauer um ein Original. Als Drehorgel-Spieler und Mitglied des Zirkus Pikard war Robert Huber in der Stadt bekannt. Er verstarb im 88. Lebensjahr.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. Januar 2020 (05:23)
So kannte man ihn in der Stadt: Robert Huber an der Drehorgel.
Franz Baldauf

Viele Wiener Neustädter kannten ihn als den Mann mit der Drehorgel: Robert Huber war über Jahre bei vielen Anlässen mit dem „Leierkasten“ zu sehen.

Bis zu seinem 40. Geburtstag war Huber ein „ganz normaler“ Röntgentechniker. Zum 40er jedoch bekam er sein erstes mechanisches Musik-Instrument geschenkt: „Mich hat die mechanische Musik schon immer interessiert und habe immer darüber nachgedacht, mir in der Pension ein Orchestrion zu erbauen“, erzählte Robert Huber der NÖN einmal über die Anfänge seiner außergewöhnlichen Musiker-Karriere.

Als mit 40 Jahren die Sammelleidenschaft nach diversen Instrumenten begann, kam kurze Zeit später seine Kindheits-Liebe zum Zirkus hinzu. „Der Zirkus war ein Kindertraum von mir, welchen ich mir glücklicherweise schlussendlich verwirklichen konnte“, schwärmte der Neustädter von jenen zehn Jahren, in denen er mit dem National-Zirkus Pikard unterwegs war.

Als 2002 seine Frau erkrankte, hängte Huber seine Orgel-Spiele und Manegen-Auftritte an den Nagel, war nur noch auf Festen und Veranstaltungen in Wiener Neustadt und Umgebung zu sehen.

Robert Huber verstarb am 21. Dezember im 88. Lebensjahr. Er wurde am vergangenen Freitag am Städtischen Friedhof zur ewigen Ruhe bestattet.