Wind-& Sturmschäden: Bäume in der MilAk bereiten Sorgen. Baumbestand wird begutachtet, Schlägerung könnte notwendig sein.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 16. April 2019 (05:25)
Hacker-Walton

Jogger, Spaziergänger und Radler, die im Akademiepark ihre Runden drehen, befürchten einen radikalen Kahlschlag: Vergangene Woche wurden dutzende Bäume bei der Allee vom Pflegeheim (kleiner Eingang mit Eisentor) bis zum Fohlenhof-Areal mit Farbe grün markiert.

Ein Signal für Fällungen? Mehrere Wiener Neustädter wandten sich besorgt an die NÖN, „hier muss dringend etwas getan werden, sonst stehen hier bald 100 Bäume weniger“, meinte ein Park-Besucher.

Expertenteam soll die Bäume begutachten

MilAk-Pressesprecher Hannes Kerschbaumer gibt im Gespräch mit der NÖN vorerst Entwarnung: „Die Bäume sind besichtigt worden, wir haben zuletzt einige Baumschäden gehabt, auch durch den Wind.“ Während der letzten stürmischen Tage sei es zu Ast- und sogar Kronenabbrüchen gekommen. Auch ganze Bäume seien entwurzelt worden und in Folge umgestürzt.

Kerschbaumer betont, man wolle „möglichst alles erhalten, eine Markierung bedeutet auch keine Fällung, es ist aber nicht auszuschließen, dass Schlägerungen notwendig sein werden.“ In den nächsten Tagen soll – auch in Zusammenarbeit mit der Stadt, die für Teile des Baumbestandes zuständig seien – ein Expertenteam zusammengestellt werden, um herauszufinden, welche Maßnahmen notwendig sind.

Frage der Sicherheit der Park-Besucher

Kerschbaumer verweist darauf, dass es hier auch um eine Frage der Sicherheit geht. Es habe in der letzten Zeit ein paar Zwischenfälle und auch einen Unfall mit Verletzung gegeben, „das nehmen wir natürlich sehr ernst“.

Neben der Untersuchung der Bäume sei es auch wichtig, dass die Park-Besucher Vorsicht walten lassen: „Wir bemühen uns um die Sicherheit, aber die Leute verlassen ja auch die Wege. Wenn wirklich ein starker Wind geht oder es stürmisch ist, sollte man den Park meiden.“