Wirbel um Putzmittel in der Fußgängerzone. Anrainer sorgen sich wegen Reinigungsmittel. Die Baufirma gibt Entwarnung, die Grünen fordern externe Kontrolle.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 29. August 2017 (05:00)
zVg
Über Nacht standen Dosen mit „Finalit“ in der FuZo 

Die Renovierung der Fußgängerzone Herzog-Leopold-Straße ist um eine Episode reicher: Nachdem die Steine schon bald nach ihrer Verlegung stark verschmutzt waren, wurde unlängst – wie berichtet – mit Reinigungsarbeiten begonnen.

Vergangene Woche schlugen nun Anrainer Alarm, nachdem sie entdeckt hatten, dass mehrere Dosen mit dem Reinigungsmittel „Finalit“ über Nacht in der Fußgängerzone gestanden waren. „Wenn man damit die Flecken vom Boden wegkriegt, kann es nicht so harmlos sein“, sagt ein Anrainer.

Grüne
Grünen-Gemeinderätin Tanja Windbüchler-Souschill

Seitens der Stadt verweist man auf NÖN-Anfrage darauf, dass die Bauaufsicht beim Generalunternehmer, dem Büro Presoly/Schwaighofer liegt – und auf ein Statement der Herstellerfirma. Darin heißt es, dass „Finalit“ „in keinster Weise gesundheitsschädlich ist oder eine Gefahr für Mensch, Tier und/oder Umwelt darstellt“. Der Grünen Nationalrätin Tanja Windbüchler-Souschill reicht das nicht: Sie fordert eine externe Kontrolle, was das Mittel betrifft.

Und: „Bei der Renovierung der Wiener Straße sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass Durchführung und Aufsicht nicht in derselben Hand liegen.“