Zwei Tierdramen in einer Woche. Pitbull „Franky“ mit Eisenkette an Baum gebunden, Katzenfamilie wurde in Tasche im Wald ausgesetzt.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 04. Juni 2019 (05:08)
Diese Katzenmutter mit ihren fünf Jungen wurde am Kürassier ausgesetzt.
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Tierschutzhaus-Leiterin Renate Wolfger ist sich sicher: „Das Tier wurde zum Töten ausgesetzt.“ Und beinahe wäre das dem (noch) unbekannten Besitzer auch gelungen. Zwischen Sollenau und Eggendorf wurde der einjährige Pitbull mit einer Eisenkette an einen Baum gebunden – viele Spaziergänger verirren sich dorthin nicht, dem Tier wurde weder Wasser noch Futter bereitgestellt.

„Die Eisenkette war sehr eng, als er gefunden wurde, hat er aufgrund der Verletzungen am Hals gar nicht bellen können“, sagt Wolfger. Derzeit befindet sich „Franky“, dem schon einmal Frank Sinatra vorgespielt wird, im Tierschutzhaus, wo er gesundet. Obwohl er als Pitbull ein Listenhund ist, macht er bisher keine Probleme. „Er ist nicht aggressiv, zeigt keine Auffälligkeiten – zumindest bisher“, meint Renate Wolfger.

Oben: Spaziergänger fanden „Franky“ an einen Baum gekettet.Links: Tierschutzhausleiterin Renate Wolfger (rechts) und Mitarbeiterin Jaqueline Muck mit der gewaltigen Eisenkette.
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Allerdings wären mehr Informationen zu „Frankys“ Vergangenheit gut – dazu müsste man allerdings den Ex-Besitzer ausforschen. „Vielleicht erkennt jemand das Tier und kann uns Hinweise liefern“, bittet die Tierschutzhausleiterin die NÖN-Leser um Mithilfe.

Das Drama um den Pitbull war übrigens nicht das einzige in den letzten Tagen: Auf dem Kürassier bei Bad Fischau-Brunn fanden Spaziergänger eine Katzenmutter samt fünf Jungen in einer Tasche im Wald. Auch sie werden derzeit im Tierschutzhaus wieder aufgepäppelt.