Feuriges Musical "Carmen" im Steinbruch. Feuer und feurige Rhythmen bei Aufführung von „Carmen“. Steinbruch-Programm soll allgemein erweitert werden, verraten die Produzenten.

Von Doris Damböck. Erstellt am 30. Juni 2019 (04:15)
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Bei den Proben im Steinbruch: Sandra Pires, Oliver Arno und Sarah Zippusch.

Feuer, Leidenschaft und Liebe: Von 27. Juni bis 21. Juli kocht der Steinbruch vor spanischem Temperament über.

Mit „Carmen – das Musical“ haben sich Intendantin Marika Lichter und die beiden Produzenten Jerome Berg und Benedikt Karasek etwas Außergewöhnliches überlegt. Als erstes deutschsprachiges Musical auf einer niederösterreichischen Bühne wird die bekannte Oper mit spanischen Rhythmen und heißen Tänzen aufgeführt, der Steinbruch wird zur Zirkusmanege.

„Das Stück ist sehr dramatisch, mindestens eine Person muss sterben.“ Hauptdarsteller Oliver Arno

Regisseur Eric Peterson hat einige Erfahrung auf einer Open Air Bühne und weiß, dass die größte Herausforderung die Umsetzung von Emotionen ist. „Gestik und Mimik müssen groß und ausladend sein, um Emotionen überhaupt sichtbar zu machen“, sagt dieser.

Sandra Pires spielt die Rolle der Wahrsagerin und die der Tante Inez und schwärmt über den Regisseur: „Der Regisseur lässt uns sehr viele Freiheiten. Das ist fantastisch, weil manche Ideen das Stück gut vorantreiben.“

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Auf die Besucher des Musicals warten auch akrobatische Einlagen.

Hauptdarsteller Oliver Arno erzählt, dass das Ende anders ausfallen wird als in der gleichnamigen Oper. Aber so viel darf verraten werden: „Das Stück ist sehr dramatisch, mindestens eine Person muss sterben.“ Pires ergänzt: „Alles ist sehr leidenschaftlich und feurig.“

Produzent Benedikt Karasek erzählt, dass der Vorverkauf besser als in den beiden letzten Jahren ist: „Wir sind aber schon zufrieden, wenn wir den Erfolg halten können.“

Im Vorjahr wurde dem Musicalsommer ein Fördervertrag auf weitere drei Jahre zugesagt. „Wir wollen uns hier etablieren“, so Karasek und Produzent Jerome Berg setzt fort: „Wir haben die Idee das Programm zu erweitern und mehr Angebot zu schaffen. Es soll eine Art Theatererlebniszentrum werden.“