Vom Scheitern eines Helden in der "wortwiege"

Erstellt am 25. September 2022 | 05:43
Lesezeit: 2 Min
Mit „Coriolanus“ ging die erste Premiere mit viel Applaus über die Bühne.
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Letzten Mittwoch ging die erste Premiere der „wortwiege“ im Herbstprogramm über die Bühne. Und wie immer stand mit „Coriolanus“ von Shakespeare keine „leichte Theaterkost“ auf dem Spielplan. Aber es ist eine Stärke der Truppe unter der Leitung von Anna Maria Krassnigg, auch „sperrige Themen“ in beeindruckende Theater- erlebnisse zu verpacken.

Azelia Opak hat mit sechs Schauspielern und zwei Musikerinnen das selten gespielte Werk Shakespeares für „Europa in Szene“ sehr gestrafft inszeniert und konnte sich – mit dem Ensemble – über viel Applaus in den Kasematten freuen. Das Stück erzählt die Geschichte vom Kriegsheld Coriolanus, der die Macht des Volks und vor allem der Volkstribune nicht anerkennen will und dafür durch Politintrigen zuerst seine Berufung zum Senator und später auch sein Leben verliert.

Musikalisch untermalt wird es mit Beethovens „Coriolan“-Ouvertüre durch Maria Schmidt und Boglarka Bako.

„Europa in Szene“ bietet heuer zwei Stücke, einerseits den „Coriolanus“ und andererseits den „Totentanz“ von Strindberg. Beide werden von jungen Reinhardt-Seminar-Absolventen inszeniert, wobei Uwe Reichwaldt (Regie „Totentanz“) auch noch als Schauspieler im „Coriolanus“ fungiert.

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