In Gedenken an Gustav Kraupa. 25. Todestag des ehemaligen SPÖ-Bürgermeisters. Auf seine Initiative hin kam unter anderem der Cobra-Stützpunkt nach Wr. Neustadt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. November 2020 (03:23)
Alt-Bürgermeister Gustav Kraupa.
zVg

Mit einer Kranzniederlegung am Friedhof gedachte die SPÖ am Samstag Bürgermeister a.D. Gustav Kraupa, der vor 25 Jahren verstarb.

„Gustav hat für die Politik gelebt, das war sein Leben. Er hatte für jedermann ein offenes Ohr und ist jeden Sonntagvormittag im Bereich der Sektion am Flugfeld unterwegs gewesen, hat alle Neuzuzüge besucht. Er war ein volksnaher und geselliger Mensch“, erinnern sich Gemeinderätin Elisabeth Wallner und Sektionsvorsitzender Roland Palkovits.

Am 25. Jänner 1984 wurde Gustav Kraupa schließlich zum Bürgermeister gewählt. Bei den Gemeinderatswahlen 1985 und 1990 erzielte er mit der SPÖ die absolute Mehrheit, Kraupa war nach Rudolf Wehrl und Hans Barwitzius der dritte sozialdemokratische Bürgermeister Wiener Neustadts nach dem Zweiten Weltkrieg. Am 14. November 1995 verstarb Kraupa viel zu früh im 57. Lebensjahr.

Neben unzähligen Maßnahmen als Bürgermeister, sticht vor allem das Bemühen hervor, den Stützpunkt der Polizei-Eliteeinheit Cobra nach Wiener Neustadt zu holen. „Lange bevor Sicherheit zum tagespolitischen und heute so aktuellen Thema geworden ist, setzte Gustav Kraupa damit einen echten Meilenstein in Österreich“, so SPÖ-Parteivorsitzender Vizebürgermeister Rainer Spenger.

Auch an der Errichtung des Christophorus 3-Stützpunktes im Jahr 1984 in der Stadt war Kraupa maßgeblich beteiligt. Er gilt als einer der geistigen Väter der Flugrettung in der Allzeit Getreuen. Für seine Verdienste um Wiener Neustadt wurde er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt und bekam 1993 das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen. Der Gustav-Kraupa-Hof am Flugfeld trägt seinen Namen, um an den verdienstvollen Bürgermeister zu erinnern.

Rainer Spenger abschließend zum 25. Todestag: „Wir gedenken eines Menschen, der nicht nur ein geradliniger Politiker war, sondern auch ein echter Sir!“