13 Nationen in Ybbsitz. Ein grandioses Schmiedefest fand in Ybbsitz statt. Sänger feierten 150 Bestandsjahre.

Erstellt am 16. Juni 2014 (15:00)
Gala Dinner am Marktplatz: Die Urltaler Sänger begeisterten genauso wie die Qualität von Speis und Trank. Foto: Leo Lugmayr
NOEN, Leo Lugmayr

Es ist nicht übertrieben zu sagen: In Ybbsitz jagte am Wochenende ein Höhepunkt den anderen. Denn gleich drei Großereignisse wurden abgehalten: Das Ferraculum, das alle zwei Jahre Schmiede aus ganz Europa nach Ybbsitz zieht, fand statt, das Jubiläum 150 Jahre Gesangverein ging in Szene und das frisch renovierte „Schwarze Haus“ wurde eröffnet.

Dass alle Veranstaltungen von geradezu idealem Wetter gesegnet waren, war eine Seite der Erfolgsmedaille. Die andere Seite des Erfolgs war, dass die drei Veranstaltungen penibel vorbereitet und auf hohem Niveau durchgeführt wurden.

Veranstaltungsmarathon bis zur Siegerehrung

Eröffnet wurde das Tripel-Fest von Bürgermeister Josef Hofmarcher, der Schmiede aus 13 Nationen begrüßen konnte. Aus Japan, Russland, der Ukraine, Deutschland, Italien, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Frankreich, Rumänien, den Niederlanden, Slowenien und Österreich waren Schmiede gekommen, um sich an Fest und Gestaltungswettbewerb zu beteiligen.

Dabei spannte sich ein Veranstaltungsmarathon von der Eröffnung am Freitagvormittag durch eine Vernissage der Schmiedefamilie Alfred, Ivo und Milan Stawaritsch im FeRRUM bis zur Siegerehrung im Gestaltungswettbewerb durch die Fachjury (Waltraud Welser, Gernot Walter, Christine Habermann, Architekt Joseph Hofmarcher und Landesinnungsmeister Schmutz) am Sonntagabend.

Eröffnung des „Schwarzen Hauses“ als weiterer Markstein

Ein grandioses Jubiläumsfest richtete der Gesangverein am Samstagnachmittag aus. Eine festlich gedeckte Tafel, geschmückt mit feierlichen Kandelabern, nahm den Marktplatz ein. Zum dreigängigen Gourmet-Menü wurde unter dem Titel „Hammerschlag & Taktgefühl“ Gesang vom Feinsten serviert. Obfrau Ingrid Rinagl konnte 300 Gäste bei der „Liedertafel“ willkommen heißen.

Mit der Eröffnung des „Schwarzen Hauses“ beim Alten Marktbrunnen, das von Waltraud Welser mit dem planenden Architekten Wolfgang Hochmeister großzügig renoviert worden war, wurde ein weiterer Markstein in der Entwicklung von Ybbsitz zur Schmiedemetropole gesetzt.

Das Haus wird künftig als Schmiedeherberge dienen. Schmiedevorführungen an der Schmiedemeile in den Schmieden Fahrngruber und Eybl sowie Schau- und Nachtschmieden am Marktplatz, offene Werkstätten und Brechstangenschmieden bei Sonneck komplettierten das Programm. Resümee eines Besuchers aus Deutschland: „So stark haben wir Handwerk noch nie erlebt, so dicht noch kein Festprogramm.“