Waidhofen trauert um Franz Leonhartsberger. Franz Leonhartsberger verstarb im 80. Lebensjahr.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 28. Februar 2019 (04:00)
privat
Franz Leonhartsberger: 18. Februar 1940 bis 21. Februar 2019.

Waidhofen trauert um Franz Leonhartsberger. Der langjährige SPÖ-Politiker ist am Donnerstag der Vorwoche im 80. Lebensjahr verstorben.

Am 18. Februar 1940 in eine Arbeiterfamilie geboren, wuchs Franz Leonhartsberger, den seine Freunde kurz „Lezi“ nannten, in Böhlerwerk auf. Nach dem Abschluss der Handelsschule begann er seine berufliche Laufbahn 1956 bei den Böhler Ybbstalwerken, wo er acht Jahre als Lohnverrechner und danach 32 Jahre als Buchhalter – acht davon als Abteilungsleiter der Finanz- und Geschäftsbuchhaltung – tätig war.

Von Kindheit an war Leonhartsberger durch sein Elternhaus mit der Sozialdemokratie aufs Engste verbunden und so trat er mit 16 Jahren der Sozialistischen Jugend bei, deren Vorsitzender er von 1965 bis 1968 war. 1959 wurde er Mitglied der SPÖ und 1966 startete er als Funktionär seine politische Laufbahn. Innerhalb der Stadtpartei übte er im Laufe seiner 35-jährigen Tätigkeit nahezu alle Funktionen aus: vom Schriftführer über den Kassier bis zum Vorsitzenden.

1974 zog Franz Leonhartsberger in den Waidhofner Gemeinderat ein. 31 Jahre arbeitete er im Stadtparlament in den verschiedensten Ausschüssen mit. Von 1992 bis 2002 leitete er als Obmann den Kontrollausschuss. Zuletzt war er Mitglied des Sozialausschusses und Vorsitzender-Stellvertreter des Krankenhaus-, Personal- und Umweltausschusses. Seine Aufgaben hat er stets mit größter Genauigkeit, Gewissenhaftigkeit und großem Fleiß erfüllt. 2005 zog er sich aus der Stadtpolitik zurück und übergab sein Mandat an den jetzigen SPÖ-Vizebürgermeister Martin Reifecker.

In zahlreichen Vereinen aktiv

Neben der Politik war Leonhartsberger auch in zahlreichen Vereinen aktiv. So war er Schriftführer des ARBÖ Waidhofen, Kassier beim Verein Volksheim und Vorstandsmitglied bei der Volkshilfe. Bei den Kinderfreunden war er bis zuletzt als Kassier tätig. Seit April 2002 stand er außerdem dem Pensionistenverband Waidhofen vor.

2005 erhielt Leonhartsberger die Viktor-Adler-Plakette, die höchste Auszeichnung der Sozialdemokratie, sowie die goldene Ehrenplakette der Stadt Waidhofen. 2006 bekam er auch das silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich verliehen.

Besonders wichtig waren Franz Leonhartsberger der Zusammenhalt innerhalb der Familie, die Geselligkeit und seine Arbeit im sozialen und öffentlichen Bereich, die immer auf seinen Werten Gerechtigkeit und Fürsorge basierte. In der Nacht auf Donnerstag ist Franz Leonhartsberger seiner schweren Krebserkrankung erlegen. Er hinterlässt seine Frau Waltraud, seine Söhne Erich und Helmut sowie fünf Enkelkinder. Die Verabschiedung von Franz Leonhartsberger fand am Dienstag in der Stadtpfarrkirche statt.