Waidhofner Schlosswirt: Der Duft des Mostviertels. Schlosswirt kredenzt mit Freunden bei Feldversuchen ein „5-Gerüche-Menü“.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 21. August 2020 (05:35)
Schlosswirt Andreas Plappert und Schmied Nikolaus Frühwirt suchen den Geschmack des Eisens. Das Ergebnis der gemeinsamen Suche wird am Samstag, 29. August, präsentiert.
Kössl

Zum zweiten Mal gehen heuer die Mostviertler Feldversuche über die Bühne. Dabei laden Gastronomen und Produzenten aus dem Mostviertel wieder zu spannenden kulinarischen Experimenten. Neue Geschmäcker sollen ausgelotet, neue Zubereitungsweisen ausgetestet werden.

Am Samstag, 29. August, ist wieder Schlosswirt Andreas Plappert an der Reihe. Bei seinem Mostviertler Feldversuch steht diesmal nicht nur der Gaumen, sondern auch die Nase im Mittelpunkt. So wird der Waidhofner Gastronom mit einem „5-Gerüche-Menü“ die Frage, wie denn das Mostviertel im Laufe der Jahreszeiten riecht, kulinarisch beantworten.

„Für den Geschmack eines Gerichts ist ja nicht nur der Gaumen, sondern auch der Geruchssinn entscheidend“, führt Plappert aus. „Wir wollen den Duft des Mostviertels einfangen, indem wir etwa der Frage nachgehen, wie denn Eisen schmeckt.“

Dazu holt sich Plappert den Ybbsitzer Schmied Nikolaus Frühwirt zur Unterstützung in die „Schwarze Kuchl“ beim Schwarzbachareal unterhalb des Rothschildschlosses. Er wird sich um die Zubereitung des Fleisches mit glühendem Eisen kümmern. Wie das genau funktionieren soll, wollen die beiden allerdings noch nicht verraten.

Haubenkoch Manfred Stockner in der Küche

Frühwirt ist aber nicht der einzige Freund, den sich der Waidhofner Schlosswirt als Gastkoch in die Küche holt. Haubenkoch Manfred Stockner, wie Plappert ein gebürtiger Ybbsitzer, wird ihm ebenso wie der Waidhofner Patissier Matthias Krenn zur Seite stehen.

Über die Speisen, die beim Waidhofner Feldversuch aufgetischt werden, herrscht im Vorfeld absolutes Stillschweigen. Fest steht lediglich, dass ausnahmslos Zutaten aus der Region Eingang finden sollen. Den Gästen werden dann die Gerichte aufgetischt, ohne dass sie da rüber aufgeklärt werden, was denn da am Teller liegt.

„Es geht darum, ohne Vorwissen zu riechen und zu kosten. Die Leute sollen dann über den Geschmack nachdenken und darüber diskutieren“, erklärt Plappert sein kulinarisches Konzept. „Erst nachher wird verraten, was es zu essen gab und wie es zubereitet wurde.“

Zum Festmahl kredenzt der Schlosswirt organische Weine aus dem Traisental, auch eine Spirituosen-Bar steht bereit.

Umrahmt wird das lukullische Abendprogramm von einem geistigen. So werden sich zwei hochkarätige Gäste aus den Bereichen Philosophie und Naturwissenschaft den Themenbereichen Essen, Geschmack und Geruch auf ihre jeweils eigene Art nähern und ihre Überlegungen auf unterhaltsame Art und Weise erörtern.

Wer sich diesen Abend für alle Sinne nicht entgehen lassen möchte, sollte rasch reservieren, es sind nur noch wenige Plätze verfügbar.