Stadt Waidhofen verbesserte sich im "Zukunftsranking". Waidhofen verbessert sich von Rang 23 auf Rang vier. Topplatzierungen bei „Wirtschaft & Innovation“ sowie „Demografie“. Nur Platz 88 bei „Lebensqualität“.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 09. Mai 2019 (04:30)
Magistrat
Stadtrat Franz Sommer (WVP), Bürgermeister Werner Krammer (WVP), Gemeinderat Matthias Plankenbichler (Grüne), Gemeinderat Karl-Heinz Knoll (FPÖ), Stadtrat Erich Leonhartsberger (SPÖ) und Stadtrat Martin Dowalil (FUFU) freuen sich über das positive Abschneiden beim Zukunftsranking.

Um ganze 19 Plätze steigern konnte sich die Stadt Waidhofen im kürzlich erschienenen Zukunftsranking der Pöchhacker Innovation Consulting GmbH. Nach Platz 23 im Vorjahr belegte die Statutarstadt heuer den hervorragenden vierten Platz.

Mit dem Zukunftsranking hat das Linzer Unternehmen nun zum zweiten Mal alle 94 österreichischen Bezirke unter die Lupe genommen, indem basierend auf 38 Indikatoren die vier zukunftsrelevanten Bereiche „Demografie“, „Arbeitsmarkt“, „Wirtschaft & Innovation“ sowie „Lebensqualität“ untersucht wurden.

Platz zwei bei „Wirtschaft & Innovation“

Im Bereich „Wirtschaft & Innovation“ belegte Waidhofen an der Ybbs heuer Platz zwei. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Sprung um zwölf Plätze nach vorne. Der Grund dafür ist, dass Waidhofen mit neun Gründungen je 1.000 Einwohner die höchste Gründungsrate aller österreichischen Bezirke – der Durchschnitt liegt bei 4,57 – und die vierthöchste Unternehmensdichte aufweist. Dazu kommt, dass es in der Statutarstadt viele größere Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitern und zahlreiche Beschäftigte in wissensintensiven Dienstleistungen gibt.

Im Demografie-Ranking abgerutscht

Im Demografie-Ranking rutschte Waidhofen heuer von Platz zwei im Vorjahr auf Rang drei ab. 11.262 Hauptwohnsitzer verzeichnete man Anfang 2019 im Gemeindegebiet, das Jahr davor waren es noch 11.333. Mit 1,80 Kindern pro Frau weist die Stadt jedoch die dritthöchste Geburtenrate Österreichs auf. Der Anteil junger Erwachsener ist mit 18,32 Prozent an der Gesamtbevölkerung ebenfalls einer der höchsten im gesamten Bundesgebiet. Dazu kommt eine positive Entwicklung des Wanderungssaldos junger Erwachsener.

Beim Arbeitsmarkt konnte sich Waidhofen auf Platz 39 verbessern. Hier kommt der Stadt die niedrige Arbeitslosenrate sowie das hohe Qualifikationsniveau der Beschäftigten zugute. Bei der Lebensqualität liegt die Ybbstalmetropole nur auf Platz 88. Positiv wirkt sich hier die hohe Ärztedichte aus. Die Tendenz war trotz einem Platz im Schlussfeld auch hier steigend.

Handlungsbedarf beim Schuldenstand

Bürgermeister Werner Krammer freut das gute Abschneiden der Stadt in dem Ranking. Wachstum in den vier untersuchten Bereichen gehöre ganz klar zur „Vision 2030“, hält der Stadtchef fest. Wie die NÖN berichtete, hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2030 die Bevölkerungszahl um zehn Prozent und die Arbeitsplätze um fünf Prozent wachsen sollen. Im Tourismus möchte man die Bettenauslastung um 15 Prozent und die Zahl der Ausflugsgäste um 25 Prozent heben. Die Zahl der Handelsflächen in der Innenstadt (ohne Gastronomie) soll auf 50 Prozent der gesamten städtischen Handelsflächen erhöht werden.

„Wir haben uns in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Dass wir heuer erstmals den Sprung unter die besten vier des Zukunftsrankings geschafft haben, bestätigt unseren Weg und zeigt deutlich, dass wir mit unseren Maßnahmen richtig liegen“, sagt Krammer. Handlungsbedarf habe man jedoch noch beim Schuldenstand.