Hohenlehen holt Speck-Kaiser 2021. Die Ybbstaler Produzenten holen insgesamt 48 Medaillen – 19 davon in Gold, 20 in Silber, neun in Bronze.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 07. April 2021 (05:59)

Auch wenn die Ab-Hof-Messe heuer Corona-bedingt ins Wasser fällt, die Produktwettbewerbe im Vorfeld fanden statt – und damit gibt es auch strahlende Sieger und Medaillengewinner. Darunter auch wieder zahlreiche heimische Produzenten. Insgesamt 48 Medaillen, 19 davon in Gold, holten Produzenten aus dem Ybbstal und stellten damit einmal mehr ihre herausragende Qualität unter Beweis.

Einmal mehr besonderen Grund zur Freude hat die Bergbauernschule Hohenlehen. Drei Goldmedaillen für den Karreespeck geräuchert, die Chiliwurzen und Kräuterlinge sowie zwei Silbermedaillen für den Nusslikör und Kriecherlbrand wird Direktor Leo Klaffner in Kürze entgegennehmen dürfen. Und für den Hohenlehner Kräuterling, mit dem die Schule bereits drei Mal eine Goldmedaille gemacht hat (2012, 2014 und 2017), gibt es heuer sogar die höchste Auszeichnung: den „Speck-Kaiser“.

„Das ist natürlich ein riesiger Erfolg für unsere Schule“, jubelt Direktor Leo Klaffner, den die NÖN in den Osterferien erwischt hat. Klaffner rückt aber sofort seinen Fleischermeister Hans Schnabel in den Mittelpunkt. Dieser lehrt seit 1996 den Hohenlehner Schülern das Wichtigste bei der Fleischverarbeitung und hat auch Hauptanteil an dieser Speck-Kaiser-Trophäe.

„Beim Hohenlehner Kräuterling handelt es sich um eine Rohwurst nach Salamiart im Kräutermantel. Die Wurst wird seit 2013 bei uns erzeugt“, erklärt Schnabel. Übrigens: Die Schule nimmt schon seit Beginn der Verkostungen beim Bewerb um das Goldene Stamperl teil. 2006 hat man auch die ersten Fleisch- und Wurstprodukte eingereicht.
Ebenfalls sechs Medaillen, drei davon in Gold, gingen an Konrad Sonnleitner aus Waidhofen. Fünf Medaillen, zwei davon in Gold, gab es für die Brände von Rudolf Gruber aus Ybbsitz.

Region jubelt über zehn weitere Produktsiege

Einige Produktsiege gab es auch für die Produzenten aus den Bezirken Amstetten und Scheibbs. „Speck-Kaiser“ wurden etwa Johann Freudenschuss (Schinkenspeck vom Schwein geräuchert – gewerbliche Produktion) aus Hilm sowie Herbert Lechner aus Scheibbs (Rindersaftschinken), der sich mit seiner Bauernblunz’n geräuchert auch noch ein Goldenes Blunz’nkranzl holte.

Hildegard und Ernst Streißelberger aus Neuhofen konnten mit ihrem „Kürbiskernöl II“ die Jury überzeugen und sicherten sich einen Titel als „Öl-Kaiser“. Für seinen Blüten- mit Waldhonig erhielt der Biberbacher Franz Wagner eine „Goldene Honigwabe“.
Weiters erhielten die Familie Oberaigner-Binder aus St. Peter in der Kategorie „Apfelmost halbtrocken“ mit dem Apfel-Cuvée Elstar halbtrocken sowie Maria und Leopold Lampersberger aus Wallsee in der Kategorie „Birnenmost trocken“ mit dem „Speckbirnmost“ und die Familie Wurzer aus Wieselburg-Land mit ihrem Erdbeer-Apfel-Balsamessig eine „Goldene Birne“.

August und Daniela Frühwald aus Reinsberg mit ihren Siegerprodukten: Dem Birnen-Cuvée und dem Cider „koa Wasser ned“.
Eplinger

Gleich zwei „Goldene Birnen“ gab es in diesem Jahr für den Mostbaron von Reinsberg. Daniela und August Frühwald erreichten mit dem Speckbirnen-Cider „koa Wasser ned“ (Kategorie Cider) sowie dem Birnen-Cuvée, einem Bio-Birnenmost, in der Kategorie „Birnenmost extratrocken“ den Produktsieg.

„Damit haben wir die 2019 entstandene Lücke wieder aufgefüllt“, grinst August Frühwald und spielt auf die vergangenen „Goldene Birnen“-Siege an. Die haben die Frühwalds 2013, 2015 und 2017 gemacht. 2019 wurden es „nur“ Goldmedaillen, dafür gibt es nun 2021 wieder zwei „Goldene Birnen“. Die richtige Motivation für die Frühwalds, die aktuell ihr neuestes Produkt auf den Markt gebracht haben: „Frizz for Kids“, ein alkoholfreier Kinder-Frizzante auf Apfel-Birnen-Basis mit je sieben Prozent Himbeer- und Weichselanteil und – passend für Reinsberg – Ritter-Rüdiger-Logo.