Zeit für Besinnlichkeit im Ybbstal

Trotz Lockdown gibt es viele Möglichkeiten sich auf Weihnachtszeit einzustimmen.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 04:57
Lesezeit: 2 Min
Waltraud Brenn, Christine Brenn und Pfarrer Martin Talnag
Waltraud Brenn, Christine Brenn und Pfarrer Martin Talnagi (von links) bei Waltraud Brenns Bretterkrippe in Konradsheim.
Foto: Pfarre Konradsheim

Auch wenn die sehr hohen Infektionszahlen und der bundesweite Lockdown viele geplante Veranstaltungen verhindern, wird im Ybbstal in den nächsten Wochen dennoch vorweihnachtliche Stimmung herrschen. Die NÖN hat sich umgehört, wie man sich trotz Pandemie auf das bevorstehende Fest einstimmen kann.

Da Religionsausübung auch im Lockdown gestattet ist, gibt es von den Pfarren der Region einige Angebote, wie man den Advent besinnlich gestalten kann. „Das liturgische Programm kann vollkommen normal ablaufen“, erklärt Pater Vitus Weichselbaumer von der Pfarre Kematen. „Andere Aktivitäten, wie zum Beispiel das gemeinsame Frühstück nach der Horatio, müssen leider entfallen.“ Am vergangenen Sonntag fand in der Pfarre Kematen auch eine Adventkranzsegnung statt. Als Tipp, wie man Advent heuer begehen könnte, meint Weichselbaumer: „Man kann sich daheim am Adventkranz versammeln, vielleicht auch einmal wieder gemeinsam die Adventlieder singen und als Familie feiern. Man kann auch die Gottesdienste besuchen, vielleicht ergibt sich dafür ja auch wieder mehr Zeit.“

Aktivitäten im Freien und im Familienkreis möglich

Waidhofens Pfarrer Herbert Döller sieht ebenfalls eine Chance in dieser Zeit: „Der Lockdown führt uns auf den Sinn des Advents zurück – die stille Zeit. Wir sind geladen, langsamer zu gehen, daheim zu sein und auf das Wesentliche zu achten. Der Adventkranz ist das Symbol dieser Zeit und so können wir uns im Kreise der Familie versammeln, miteinander Musik hören oder auch selbst musizieren und gemeinsam beten.“

Auch in der Pfarre Konradsheim gibt es einige Ideen, wie man den Advent in dieser Zeit begehen kann. Am vergangenen Wochenende wurde ein Adventkalender für junge Familien aufgelegt, wie Pastoralassistentin Roswitha Bramauer erklärt. Bei der Vorabendmesse am Samstag gab es auch eine Adventkranzsegnung. „Unsere Gemeindeangehörige Waltraud Brenn hat eine schöne Bretterkrippe mit einer schwangeren Maria aufgestellt“, erzählt Bramauer. „Vor der Kirche wurde eine große Laterne mit einer Kerze aufgestellt, die den ganzen Advent lang brennen soll. Leute können kommen und dort Kerzen dazustellen. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass jede und jeder dazu beitragen kann, dass die Finsternis ihre Macht verliert und es heller und wärmer wird in unserer Welt.“

In Hollenstein musste zwar der große Adventmarkt abgesagt werden, die „Kripperlroas“ soll aber am Samstag, 18., und Montag, 20. Dezember, stattfinden. Der Kripperlweg ist ab dem ersten Adventwochenende begehbar.

In Waidhofen setzt man wie 2020 auf das Konzept „Advent findet Stadt“. Außerdem lädt von 26. November bis 6. Dezember der Kulturkreis Freisingerberg zur Nikolauswoche ein und von 27. November bis 26. Dezember gibt es am Pfadfinderweihnachtsweg eine digitale weihnachtliche Schnitzeljagd. Der LEO Club Mostviertel hat vor dem Rathaus wieder einen Wunschbaum aufgestellt, um so Familien in Not zu unterstützen, und es gibt auch wieder das Weihnachtsgewinnspiel des Waidhofner Stadtmarketings.

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