Volkspartei stellte 30 Kandidaten vor. 13 der 17 Gemeinderäte sowie vier neue Gesichter treten für die Volkspartei Allhartsberg an.

Von Heribert Hudler. Erstellt am 16. Januar 2020 (03:45)

Der Neujahrsempfang der Volkspartei Allhartsberg am Donnerstag im Vereinshaus bedeutete gleichzeitig auch den Wahlauftakt für die örtliche VP-Fraktion. Dabei wurden erstmals alle Kandidaten der Öffentlichkeit vorgestellt. „Von unseren 17 Gemeinderäten wollen 13 weiter im Gemeinderat arbeiten“, informierte Bürgermeister Anton Kasser. Ausscheiden werden Hermine Handsteiner, Andrea Fehringer, Erich Mistelbauer und Franz Wieser. Alle vier bekundeten, dass sie der Jugend den Vortritt lassen wollen. Neben den 13 Gemeinderäten stellen sich einige junge und neue Gesichter zur Wahl: Elisabeth Aigner, Philipp Brandstetter, Katharina Ecker, Lisa Hora, Julia Salzmann und Josef Streißelberger.

Bei der ÖVP gibt es keine Listenplätze, die Wähler entscheiden mit ihren Vorzugsstimmen, wer in den Gemeinderat einzieht. Aktuell hält die ÖVP 17 Mandate (vier die SPÖ). 30 Kandidaten stehen bei der Gemeinderatswahl 2020 auf der Kandidatenliste, bei zwölf kann eine Vorzugsstimme gesetzt werden.

„Wir wollen sowohl die verantwortungsvolle Ansiedelungspolitik als auch unsere Vorreiterrolle im Energiebereich fortsetzen.“Bürgermeister Anton Kasser

„Gemeinsam wollen wir die Herausforderung für die kommenden Jahre in Angriff nehmen“, sagte Kasser. „Wir wollen sowohl die verantwortungsvolle Ansiedelungspolitik als auch unsere Vorreiterrolle im Energiebereich – immerhin sind wir eine von zehn e5-Gemeinden in ganz Niederösterreich – fortsetzen“, führte er an. Ebenso möchte man unter anderem die familienfreundlichste Gemeinde im Bezirk sein. Auch Bürgerbeteiligungsprojekte, eine flächendeckende Breitbandversorgung und Betriebsansiedelungen seien der Volkspartei sehr wichtig. Als die fünf Schwerpunktthemen der Volkspartei Allhartsberg nannte Anton Kasser Gemeinschaft, Nachhaltigkeit, Generationen, Regionalität und Zukunft.

„Dazu gehört es auch, mit unserem Boden sorgsam umzugehen. Dies erreichen wir etwa durch den Bau von Reihenhäusern, wie etwa derzeit am Südhang“, sagte Kasser. Großes Augenmerk legt man auch auf das Trinkwasser, wobei der Bau von Hochbehältern ein erster Schritt dazu sei. Aus Gründen der Sicherheit wolle man sich an die Am stettner Leitung anhängen, sagte Kasser.

190 von 340 Haushalten für Glasfaseranschluss

Die Entwicklung der Zeit macht es auch erforderlich, den Ausbau von Glasfaserleitungen für ein schnelles Internet bis in jedes Haus voranzutreiben. Das erste Ziel, die 40-Prozent-Quote, wurde schon überschritten. Von 340 Haushalten haben schon 190 für einen Glasfaseranschluss unterzeichnet.

In Allhartsberg lebe man Traditionen mit großem Selbstbewusstsein und gebe diese an die nächsten Generationen weiter: „Denn nur wer starke Wurzeln hat, kann wachsen“, sagte die scheidende Vizebürgermeisterin Hermine Handsteiner. Zum Thema Generationen sagte Kasser, dass man die bestmögliche Betreuung für Kinder anbieten wolle. Den Jugendlichen stehen Jugendräume zur Verfügung und ihrem Wunsch nach einem Calisthenics-Park als Treffpunkt für Kraft- und Fitnessübungen wolle man nachkommen. Der älteren Generation bietet man Essen auf Rädern, Pflegebetten und Besuchsdienste an.