337 Arbeitslose, 278 offene Stellen in Waidhofen. Arbeitslosigkeit im AMS-Bezirk Waidhofen 1,5 Prozent unter jener des Vorjahres.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 17. Juli 2019 (14:02)
Kössl
Fehlende Öffis und Kinderbetreuungsangebote erschweren die Arbeitsvermittlung, sagt AMS-Chefin Anita Prüller.

337 Personen – 173 Frauen und 164 Männer – waren Ende Juni am AMS Waidhofen als arbeitslos vorgemerkt. Während die Zahl der arbeitslosen Männer im Vergleich zum Vorjahr um 16 Personen (8,9 Prozent) sank, stieg die Zahl der Frauen um elf Personen (6,8 Prozent). In Summe verzeichnet man einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um fünf Personen (-1,5 Prozent).

Die Arbeitslosenquote für Juni lag bis Redaktionsschluss noch nicht vor. Im Mai betrug sie 2,7 Prozent. Das ist gemeinsam mit dem Bezirk Scheibbs der niedrigste Wert von ganz Niederösterreich.

AMS

Waidhofens AMS-Leiterin Anita Prüller ist zuversichtlich, dass man auch im Juni wieder unter drei Prozent liegen wird. „Wir sind im AMS-Bezirk im Grunde sehr gut unterwegs“, konstatiert Prüller. „Langzeitbeschäftigungslosigkeit ist bei uns ein sehr marginales Thema.“

Während jedoch die Arbeitslosigkeit im Juni bei der Personengruppe zwischen 25 und 50 Jahren um 16 Personen (8,7 Prozent) zurückging, stieg sie bei den Unter-25-Jährigen mit vier Personen (+9,8 %) und bei den Über-50-Jährigen mit sieben Personen (+6 Prozent) leicht an.

Einen Trend sieht die AMS-Chefin jedoch nicht. „Die prozentuellen Angaben verfälschen das Bild. Aufgrund der Größe unseres Gebiets fallen geringfügige Änderungen bei uns prozentuell immer gleich ins Gewicht.“

Fachkräftemangel weiter Thema

Den 337 arbeitslosen Personen stehen 278 sofort verfügbare Stellenangebote gegenüber. Der Arbeitsmarkt im Ybbstal sei nach wie vor vom Fachkräftemangel geprägt, hält Prüller fest. Man merke aber bereits, dass der Druck auf die Unternehmen hier ein wenig nachlasse.

Bei der Arbeitsvermittlung sieht die AMS-Leiterin zwei gravierende Probleme: Zum einen fehle es an öffentlichen Verkehrsangeboten für Schichtarbeiter und Frauen, die zu Randzeiten arbeiten. Zum anderen mangle es in der Region in den Ferien an einem durchgehenden Kinderbetreuungsangebot.