Liebeserklärung an eine starke Frau im Schlosshofkino. Der Verein Filmzuckerl zeigt am 20. August das filmische Porträt der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. August 2019 (04:34)
Filmladen
Der Verein Filmzuckerl zeigt am Dienstag, 20. August, das einfühlsame filmische Porträt der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren.

Nach Berlin und nach Tel Aviv führte die filmische Reise im Waidhofner Schlosshof das Publikum heuer bereits. Am 20. August geht es nun weiter nach Schweden: Der Verein Filmzuckerl zeigt im Kinosaal unter Sternen „Astrid“, das filmische Porträt der Kinderbuchautorin Astrid Lindgren.

Von Pippi Langstrumpf über Ronja Räubertochter bis zum Michel aus Lönneberga: Kein anderer Name ist bis heute so untrennbar mit so vielen faszinierenden Kinderbüchern verbunden wie der von Astrid Lindgren. Ihre Geschichten haben bis heute die Kindheit von Millionen Menschen weltweit geprägt. Zudem setzte die „Schwedin des Jahrhunderts“ und Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels sich unermüdlich für die Rechte von Kindern ein.

Ihre eigene Kindheit dagegen endete früh, als Astrid im Alter von 18 Jahren unehelich schwanger wurde – im Schweden der 1920er-Jahre ein Skandal.

Der Film erzählt einfühlsam davon, wie die junge Astrid den Mut findet, die Anfeindungen ihres Umfeldes zu überwinden und ein freies, selbstbestimmtes Leben als moderne Frau zu führen. Außerdem zeichnet „Astrid“ nach, wie diese Erfahrungen die späteren Werke und das Engagement der Autorin prägen sollten.

Regie führte die mehrfache Berlinale-Preisträgerin Pernille Fischer Christensen, die das Drehbuch zusammen mit dem Kinderbuchautor Kim Fupz Aakeson schrieb.

„Astrid Lindgren hat Normen gesprengt“

Die Regisseurin sagt: „Mein Film über die Jugend von Astrid Lindgren ist eine persönliche Hommage an eine der großartigsten Künstlerinnen Skandinaviens. Eine Liebeserklärung an eine Frau, die mit ihrer starken Persönlichkeit die herrschenden Normen von Geschlecht und Religion ihrer Gesellschaft gesprengt hat.“ Astrid Lindgren wird verkörpert von der 23-jährigen Newcomerin Alba August („The Rain“). In weiteren Rollen sind unter anderem Trine Dyrholm („Die Kommune“, Who Am I“), Magnus Krepper („Verdammnis“) und Henrik Rafaelsen („Welcome to Norway“) zu sehen.

Seinen Abschluss findet das diesjährige Sommerkino dann am 27. August mit dem Dokumentarfilm „Exploring Hans Hass“. Regisseur Oliver Bruck und der aus Waidhofen stammende Cutter des Films, Gernot Grassl, werden bei der Filmvorführung anwesend sein und dem Publikum im Rahmen eines Filmgesprächs Rede und Antwort stehen.