Frühling im Tierpark Buchenberg . Die Menschen zieht es raus in die Natur, doch der Tierpark Buchenberg musste zum zweiten Mal in den Osterferien, der besucherstärksten Zeit des Jahres, geschlossen halten.

Von Christa Hochpöchler. Erstellt am 08. April 2021 (05:48)

Die leitende Tierpflegerin Saskia Plachy geht durch die Gehege im Tierpark und wird sofort von Esel „Krümel“ und Schweinchen „Pauli“ begrüßt, die sich ein „Leckerli“ erwarten. Sie zeigt auf die neuen Gehege, von der Wildkatzenanlage bis zur großen Uhu-Voliere. „Den Winter haben wir genutzt, um die Wege zu sanieren und die Zäune auszubessern. Jetzt im Frühling erwarten wir wieder mehr Arbeit. Es ist die Zeit, wo wir wieder viele Findelkinder bekommen. Die jungen Tiere müssen alle paar Stunden gefüttert werden. Außerdem haben viele Tiere Nachwuchs bekommen“, erzählt die Tierpflegerin.

„Durch die Corona-Pandemie wandern viele Erholungssuchende in den Wäldern, leider nicht nur auf den Wegen. Manche Wanderer finden ein Rehkitz, vermuten, dass es die Geiß verlassen hat, und bringen es zur Aufzucht in den Tierpark. Das ist zwar gut gemeint, aber nicht richtig. Wer unsicher ist, sollte nach Einsetzen der Dämmerung nochmals nachschauen, ob das Kitz noch immer an diesem Platz ist, und danach einen Jäger oder den Tierpark kontaktieren. Die jungen Tiere sollten jedoch auf keinen Fall berührt werden“, erklärt Daniel Gruber, der im Tierpark für die Betreuung der Greifvögel zuständig ist. „Wenn es irgendwie möglich ist, werden die Tiere später ausgewildert“, erzählt Gruber.

Der Tierpark am Buchenberg ist aktuell im Lockdown wieder geschlossen, die Wanderwege und der Spielplatz sind jedoch gut frequentiert. „Das bringt uns jedoch nichts. Unsere Tiere müssen täglich betreut, gefüttert, tierärztlich versorgt werden. Die Arbeit und die Kosten bleiben gleich, nur ohne Besucher und viel zu wenig Einnahmen“, bedauert Saskia Plachy.

Für Andreas Plachy, den Leiter des Tier-Erlebnisparks Buchenberg und Vorsitzenden der Top-Tierparke Österreich, sind die Ausgangsbeschränkungen schwer nachvollziehbar: „Die Kinder lieben es, Tiere zu besuchen. Diese Ausgangsbeschränkungen sind vor allem in weitläufigen Parks, im freien Gelände, wo man keinen Kontakt zu anderen Besuchern hat, nicht zu begründen. Kurzarbeit und geringe Entschädigungen decken nur zu einem geringen Teil die tatsächlichen Aufwendungen“, sagt Andreas Plachy und bittet im Namen des Tierparks um Spenden.  www.tierpark.at